Die Statue des hl. Antonius
Die Statue des hl. Antonius im hinteren Teil der Krim-Kirche wurde 1952 unter Pfarre Pater Hannibal Praprotnik OSFS (1905-1967; Pfarrer in der Krim: 1950-1955) eingeweiht. Sie stammt vom Bildhauer und Maler Hans Vonmetz, geb. am 29. 8. 1905 in Trient, gest. 1975. Vonmetz war als Professor für Kunsterziehung an den akademischen Gymnasien in Wiener Neustadt und Innsbruck tätig. Als Porträtplastiker fertigte er figürliche Groß- und Kleinplastiken in Stein, Holz und Ton für kirchliche und profane Zwecke an. Zu seinen Werken zählen neben der Antoniusstatue in der Judas Thaddäuskirche in Wien u. a. das Kriegerdenkmal in der Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt und das Altartriptychon in der St. Georgs-Wallfahrtskapelle im Leithagebirge bei Eisenstadt. Vonmetz war für die christliche Kunst durch seine plastischen Darstellungen zum Geheimnis der heiligen Weihnacht wegweisend (vgl. Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Dezember 2008).
Wie es zu dieser Statue kam, beschrieb Pfarrer Pater Praprotnik OSFS in der Pfarrchronik folgendermaßen:
„Den Anlass zur Anschaffung der Antoniustatue hat Frau Fachathaler gegeben. Sie ist selbst eine große Verehrerin den hl. Antonius und auch ihr Mann liebt diesen Heiligen sehr. Zudem ist ja der hl. Antonius ein Lieblingsheiliger der Wiener und in jeder Kirche finden wir sein Bild. Daher sollte auch in unserer Kirche ein Antonius Aufstellung finden. Freilich war mit der Anregung nicht viel getan. Es musste auch die Finanzierung überlegt werden. Auch Frau Facherthaler wusste dies und legte auch 1000 Schilling für diesen Zweck nieder. Jetzt blieb die Wahl, einen 1000 Schilling-Antonius zu kaufen, oder noch weiter um Spenden umzuschauen. Man entschloss sich für letzteres, wenn auch dadurch die Anschaffung der Statue etwas hinausgezogen wurde.
Den Auftrag erhielt Professor Hans Vonmetz, ein alter Bekannter, der mir schon in Neufeld eine wunderbare Krippe geschnitzt hatte. Wir kamen überein, dass er uns einen Antonius, ca. 1.20 hoch, machen sollte. Er berechnete den Preis auf 4000 Schilling. Das war zwar viel Geld, aber ich konnte mich verlassen, dass es etwas Gutes wurde. Nach einiger Zeit kam der Entwurf. Er gefiel mir gut, auch der Anregierin. Da kam eine zweite große Spende. Herr Kommerzialrat Fehringer spendete auch 1000 Schilling für die Statue. So war wenigstens die Hälfte der Summe beinander. Ich konnte das Geld absenden, denn die Beschaffung des Holzes kostete immerhin auch verschiedenes und so konnte der Bildhauer beginnen.
Nach einer geraumen Zeit erhielt ich einen Brief, in dem er mir mitteilte, dass das Werk rüstig vorwärtsschreite, nur werde die Statue viel größer, als er ursprünglich gedacht. Sie hätte fast Überlebensgröße erreicht und müsste eigentlich das Doppelte des Kaufpreises kosten.
Aber zu meiner Beruhigung schrieb er mir, … er bleibe bei dem ausgemachten Preis und werde den Antonius uns so geben. Ich war natürlich dankbar und sehr froh darüber. Als auf die Fürsprache des hl. Antonius in der Familie Fachathaler auch eine wichtige Familienangelegenheit günstig erledigt wurde, traf noch einmal eine Spende von 800 Schilling ein. Das übrige konnte dann durch Spenden hereingebracht werden.
Als die Antoniusstatue geweiht wurde, hat sie den meisten Leuten gefallen. Freilich gab es auch Anhänger des bekannten Gipsantonius, die den unsern als einen nicht rechten Antonius bezeichneten, aber allen Menschen wohlgetan, ist eine Kunst, die niemand kann. Heute freuen sich die Antoniusvereherer dieser feinen Statue.“
Franz von Sales
„Trotz seines strengen Lebens war der heilige Antonius stets froh in Miene und Wort, heiter und liebenswürdig.“
(vgl. DASal 1,169)







