Tipps, wie wir in der Pfarre Franz von Sales unsere Verantwortung für die Schöpfung in die Tat umsetzen.

Kein CO2 aus der Steckdose

Immer weniger Strom – und das seit 3 Jahren ohne CO2 Belastung. Die Pfarre hat vor ein paar Jahren den Stromlieferanten gewechselt und darüber hinaus auch weniger Strom verbraucht – nicht nur durch den Lockdown – sondern durch Bewusstseinsbildung und unscheinbar erscheinende Maßnahmen.

Sinkender Stromverbrauch:

Seit 2016 beobachtet die Schöpfungsgruppe die Energieverbräuche in der Gemeinde Krim und wertet diese aus. Auch Maßnahmen zur Reduktion der Verbräuche werden erörtert, angeregt oder umgesetzt.

Beim Stromverbrauch zeigt sich hier ein sehr erfreuliches Bild, auch wenn das Jahr 2020 wegen der Lockdowns nicht repräsentativ ist.

Im Beobachtungszeitraum bis 2020 konnte dieser durch kleine Maßnahmen um mehr als 15% gesenkt werden. Maßnahmen sind zum Beispiel: schrittweise Umstellung auf LED, Abschalten Tiefkühltruhe wenn sie nicht gebraucht wird,…

Seit dem Jahr 2018 ohne CO2 Belastung

Seit 3 Jahren bezieht die Pfarre nur mehr erneuerbaren Strom von der Naturkraft Energievertriebsgesellschaft mbH. Damit sind auch die CO2-Emissionen auf 0 gesunken! Das ist natürlich nur eine bilanzielle Betrachtung, denn der Strom muss zu jedem Zeitpunkt entsprechend der Nachfrage generiert werden, unabhängig davon ob die Sonne scheint, der Wind weht oder welche Wasserführung die Donau gerade hat. Aber das ist eine andere Geschichte, der ich einmal einen eigenen Beitrag widmen möchte. Strom bleibt ein knappes Gut, das möglichst sparsam und effizient eingesetzt werden soll.

Für dein Zuhause

Wer überlegt, für seine eigenen vier Wände auf CO2 neutralen Strom umzustellen, kann sich z.B. hier mal einen Überblick verschaffen: https://durchblicker.at/oekostrom.

In der Regel geht ein Wechsel des Energieanbieters ganz leicht und oft spart man dabei auch noch Geld!

Haut und Haar

Seife – zum Händewaschen, für „alte Leute“ oder vielleicht modern und nachhaltig?

Massen an Plastikflaschen von Duschbad, Shampoo und Bodylotion beantworten diese Frage recht schnell.

Mittlerweile ganz en vogue und plastikfrei, schau mal im Drogeriemarkt oder Supermarkt deines Vertrauens!

In Ausübung meiner beruflichen Tätigkeit als Krankenschwester habe ich schon vielen Menschen bei der täglichen Körperpflege geholfen – und mich vor allem in jungen Jahren sehr oft gewundert, wie viele Personen höheren Alters ihr eigenes Stück Seife ins Krankenhaus mitgebracht und dieses für den gesamten Körper verwendet haben.

Wozu?

In Zeiten von großer Auswahl an Duschbädern verwende ich Seife doch allemal nur zum Händewaschen – Seife statt eines Duschbads, das gut duftet, cremig ist und die Haut weich macht…? Für mich lange Jahre unverständlich.

Viele Jahre später habe ich eine 6-wöchige Afrikareise vor mir. 6 Wochen sind eine lange Zeit, natürlich fliege ich dorthin und habe, da ich allerlei Nützliches und Geschenke mitnehme, nur einen kleinen Koffer für meine persönlichen Dinge, das Gepäck muss also gut durchdacht sein.

Reicht eine Flasche Duschbad für 6 Wochen? 2 Flaschen mitnehmen ist zu schwer, dort kaufen kaum möglich – also packe ich ein Stück Seife ein und wasche oder dusche mich zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, mit einem Stück Seife!!

Fazit:

Siehe da, es ist gar nicht so übel, sondern eigentlich genial.

Ich verwende seitdem fast nur mehr Seife, denn die gibt es nämlich auch gut duftend, cremig und hautschonend.

Zudem ist sie durch ihre meist plastikfreie Verpackung auch noch nachhaltig und besteht sehr oft aus natürlichen Inhaltsstoffen, also wirklich eine umweltfreundliche Alternative!

Seit neuestem habe ich eine Shampooseife: kann ich auch nur weiterempfehlen!

(Ursi)

Das Brot erleben

Lockdown ist Brotbackzeit. Mehrere Stunden an einem Stück Brot zu werken macht einem klar, wie wertvoll nicht nur die eigene Zeit, sondern eben auch unsere Lebensmittel sind. Gute Zutaten, Zeit und Geduld…einfach Nachmachen!  

Live Bericht aus der Lockdown Brotbackstube

(Gabi und Ingrid)

Wie viele Menschen habe auch ich mich im ersten Lockdown intensiver mit dem Brotbacken auseinandergesetzt. Ich hatte schon Erfahrung, aber mich noch nie an ein richtiges Sauerteigbrot gewagt. Schnell merkte ich, dass da mehr dahintersteckt als „man nehme das Rezept und die Zutaten“… Je intensiver ich mich damit auseinandersetzte, umso mehr verstand ich die Zusammenhänge und experimentierte, setzte das Anstellgut an, fütterte es regelmäßig, … und dann war alles ganz easy ……

Als es darum ging einen kleinen Beitrag übers Brotbacken zu schreiben, war klar, das mach ich. Ich hatte schon das Rezept und jeden einzelnen Zubereitungsschritt aufgeschrieben.

Gabi, meine Freundin, wollte das Rezept natürlich voller Begeisterung testen:

„Lockdown – viel Zeit zu Hause – Als mir Ingrid so begeistert vom Brot backen erzählte, holte ich mir gleich am nächsten Tag das Glas mit einem braunen, eher nichtssagenden Inhalt samt Rezept.

Aha, was muss ich also jetzt machen?! Was war das jetzt? Muss man da gleich anfangen, was gebe ich da jetzt dazu? Also telefonieren… Dabei erfuhr ich, dass es das Anstellgut ist, das ich zu einer bestimmten Zeit immer wieder füttern muss, dann einen Teil entnehmen, 1,5 Std. bevor ich etwas damit mache aus dem Eiskasten holen, bestimmte Mehlsorten dazu, kurz umrühren und dann …telefonieren … ausprobieren…was ist, wenn ich ein anderes Mehl habe…telefonieren…. ah, der nächste Schritt ist erst morgen!

Also nix ist heute mit frischem Brot…auf die Uhrzeit achten, denn es muss eine genaue Zeit vorher bearbeitet werden. Wie war das noch?!?! Also wieder telefonieren….

Am nächsten Tag wird der Teig rundgewirkt…Super, was ist das schon wieder? Telefonieren…schau es dir auf Youtube an, dann verstehst du es sofort…Klar, kein Problem, sieht doch ganz einfach aus…Leider pickt der Teig, schaut gar nicht so wie im Video aus…Telefonieren…schick mir Foto…nein, passt ja eh…

Ich weiß nicht, wie oft ich die arme, aber unendlich geduldige Ingrid angerufen habe. Jedenfalls ist am Schluss ein herrlich frisches Brot vor mir gelegen, mit dem einzigen Nachteil, dass ich um 23.00 Uhr kosten musste und aufs Brotbacken süchtig geworden bin……“!

Wenn`s mal schnell und einfach gehen soll, gibt`s dann das BUTTERMILCHBROT…das wird nur mit dem Knethaken des Handrührgeräts verrührt. Der Teig ist sehr patzig und kann auch nicht per Hand geknetet werden. Ich experimentiere gerne mit Kräutern, Gewürzen….

Das Rezept:

  • 225g Dinkelvollkornmehl,
  • 225g Kamutmehl (kann auch durch ein anderes ersetzt werden)
  • 1 TL Salz
  • 2TL Weinsteinbackpulver
  • 450g Buttermilch, unbedingt ZIMMERWARM
  • Backpapier fürs Backblech
  • Dinkelmehl oder Haferflocken zum Bestäuben
  • Backofen auf 250° vorheizen
  • Die Mehlsorten mit Salz und Backpulver vermischen, 300g Buttermilch dazugießen und mit dem Knethaken gut durchkneten. Die restliche Buttermilch nach und nach unterkneten, bis der Teig glatt ist.
  • Den Teig(klebrig) halbieren und auf das Backblech geben und in Form schieben. Die Oberfläche mit einem scharfen Messer quer einritzen und mit Dinkelmehl od. Haferflocken bestäuben.
  • Im Backofen (unten) 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 200° reduzieren und die Brote
  • 20 – 30 Min fertig backen.

LAUDATO SI bzw. „Was sagt der Chef?“

Der Papst in seiner Enzyklika, die Kirche und ganz sicher auch Jesus sagen uns: Passt auf die Erde auf!

Papst Franziskus hat am 18.6.2015 seine Öko-Enzyklika „Laudato si“ veröffentlicht. Die Enzyklika trägt den Untertitel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“. Der Papst ruft damit zu Umweltschutz auf: „Alle können wir als Werkzeug Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus!“

Aber: Was ist eine Enzyklika? Was steht da drin? Was kann ich tun?

Einfach erklärt:

Ein Hoch dem Sonntagsschnitzel

Unser ökologischer Fußabdruck ist riesig. Ein großer Teil davon liegt an unserer Ernährung. Fleisch macht dabei den Mammutanteil aus: Müssen wir also ganz verzichten?

WENIGER ist MEHR, und dann am besten BIO!

Von den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, sind rund 25% tierische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte, diese sind jedoch für 2/3 der CO2 Bilanz verantwortlich. Eigentlich ist das auch recht logisch, denn ein Tier braucht zum Wachsen mehr Energie als es in seinen Muskeln (also somit im Fleisch) speichert. Klar, denn ein Tier bewegt sich und hat einen Stoffwechsel. Wenn wir die Energie direkt, also pflanzlich zu uns nehmen würden, wäre das für die Energiebilanz besser.

Was kann ich nun machen?

Experten, z.B. die des WWF, empfehlen so zu essen, wie es für uns auch gesund ist. Also Gemüse in Massen, Fleisch mit Maßen. Dass wir generell viel zu viel Fleisch essen ist ja auch aus diversen Ernährungs- und Gesundheitsstudien bekannt.

Kreative Köche wissen wie vielfältig und geschmackvoll die Küche ohne Fleisch sein kann und wie man beim Festessen ein kleines, aber dafür qualitativ hochwertiges Stück Fleisch mit feinen Beilagen und Salaten abrunden kann.

Der WWF empfiehlt in seiner Ernährungsbroschüre:

  1. Lebensmittel gehören nicht in den Müll
  2. Das Gute liegt so nah. Bevorzugen Sie saisonale und regionale Produkte
  3. Gemüse in Massen, Fleisch in Maßen – zurück zum Sonntagsschnitzerl!
  4. Bitte nur Bio! Der ökologische Landbau ist im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft ressourcenschonender und umweltverträglicher
  5. „Last Mile“ beachten. Einen oft unterschätzten Anteil am Fußabdruck von Lebensmitteln hat auch der Transport der Produkte vom Verkaufsort bis nach Hause in die eigene Küche.

Interessantes findet ihr unter anderem hier:  https://www.wwf.at/de/ernaehrungstipps/