Osternacht in der Krim

In der Teilgemeinde Krim begann die Osternacht am Samstag, 4. April 2026, mit der Feuersegnung am Pater-Zeininger-Platz. Nach der feierlichen Osternachtsmesse gab es Osteragape & Jugend-Osterparty.

Fotos: Petra Distl

Fotos: Doris Kiss-Haider

Fotos: Barbara Haider und Lukas Kobermann

Fotos: Franzi Wilhelm und Max Mörth

Osternacht im Kaasgraben

Osterfeuer, eine stimmungsvolle Lichtinstallation, festliche Musik … so gestaltete sich die Osternachtsfeier der Teilgemeinde Kaasgraben am 4. April 2026. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS. In seiner Predigt sagte er Folgendes:

Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche

Von Rosa Elefanten, Spaghetti Eis und Schmetterlingsgefühlen

Rosa Elefanten

Wir haben alles angesprochen. Alles ist ausgesprochen. Der Judas in mir, der Johannes der Täufer in mir und meine Butterseite. Gott stellt sich uns, wie wir sind: er stellt keine Bedingungen, er stellt sich uns, so wie wir sind. Die rosa Elefanten bzw. die Lila Kuben, die in der Karwoche immer mehr Raum eingenommen haben, gehen in den Hintergrund. Alles was uns beschäftigt geht in den Hintergrund, weil alles was Gott beschäftigt, das Licht und die Wärme seiner Liebe ist:

And nothing else matters.

Rosa Elefanten und Lila Kuben dürfen sein, aber sie werden in den Hintergrund des göttlichen Lebens gestellt. Gott liebt erstens, und zweitens anders als du denkst. Gott lässt sich nicht planen. Gott ist einfach da. Mitten unter den Menschen. Der Hocker neben der Osterkerze mitten unter den Menschen ist sein Platz. Einfach. Anders. Praktisch. Beweglich.

And nothing else matters.

Spaghetti Eis

Ich hatte gestern das lustigste Karfreitagsgespräch. Ich habe mich mit Marcel über Spaghetti Eis unterhalten. Für ihn ist es Vanille Eis mit roter Sauce, ich habe an Maroni-Reis mit Schlagobers gedacht. So ist das mit dem Leben. Beide sagen dasselbe, und meinen etwas ganz anderes. Ich meine, das ist ein schönes Bild für Gott und unsere Vorstellung von Gott. Vielleicht helfen auch Ihnen die Kuben weiter. So als ob Gott sich einfangen lassen würde. So als ob Gott sich beschränken lassen würde. Liebe aber quillt über und lässt sich nicht auf Kuben beschränken.

And nothing else matters

Gott lässt sich nicht eingrenzen. Gott ist weder Katholik, noch Protestant, Gott ist weder Jude, noch Muslim, Gott ist weder Atheist, noch Kirchenbeitragszahler: Gott ist einfach, und immer da, wo ein Mensch, dem anderen die Hand reicht, vergibt, umarmt, drückt, positiv motiviert, wo ein Mensch, den eigenen Wert entdeckt, den Wert des anderen fördert, das Leben in Fülle für jede und jeden ersehnt, ermöglicht, erbittet, und auf Respektlosigkeit, Demagogie, Arroganz und Bitterkeit verzichtet. Gott ist einfach da. Auch im Spaghetti Eis.

And nothing else matters

Schmetterlingsgefühle

Du kannst dich übrigens immer anders entscheiden. Du kannst Raupe bleiben. Du kannst fressen und fressen, du kannst anhäufen und anhäufen, du kannst vergelten und vergelten, du kannst Krieg führen und Krieg führen, du kannst hassen und hassen, du kannst schweigen und schweigen, du kannst niederreden und niederreden, du kannst ruhig Raupe bleiben. Gott liebt dich so oder so.

And nothing else matters.

Aber du kannst die österliche Metamorphose auch zulassen. Gott drängt sich dir nicht auf, er schenkt sich dir nur hin. Du kannst fliegen, wenn du willst, und du kannst strahlen. Du kannst dich von deiner schönsten Seite zeigen, und vom Glauben geprägt, dein Leben so gestalten, dass Ostern nicht einfach ein cooles Fest ist, sondern der erste Tag deiner Metamorphose. Hab keine Angst. Gott liebt dich so oder so.

And nothing else matters. Guten Flug.

Fotos: Sebastian Leitner OSFS

Ein gesegnetes Osterfest

„Mit welcher Freude wurde die Schar der Apostel erfüllt, als sie den Erlöser nach der Auferstehung in ihre Mitte zurückkehren sahen und er sagte: Friede sei mit euch!“
Franz von Sales (DASal 9,52)

Die Pfarre Franz von Sales wünscht allen ein gesegnetes Osterfest!


Karsamstag im Kaasgraben

In der Kaasgrabenkirche wird am Karsamstag, 4. April 2026, die Gedenkkapelle der verstorbenen Sales-Oblaten als Heiliges Grab gestaltet und lädt zum persönlichen Beten ein.

Fotos: Herbert Winklehner OSFS

Karsamstag in Glanzing

Am Karsamstag, 4. April 2026, ist der Fokus in der Teilgemeinde Glanzing auf das Heilige Grab in der Vorkapelle gerichtet: ein Stein mit einer Rose, dazu der Gebetsrahmen, laden zum persönlichen Gebet ein. Der Rest der Kirche ist „entleert“.

Fotos: Herbert Winklehner OSFS

Karsamstag in der Krim

Am Karsamstag, 4. April 2026, hatten die Menschen die Gelegenheit beim Heiligen Grab zu verweilen und das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

Fotos: Herbert Winklehner OSFS

Karfreitag in Glanzing

Bei der sehr stillen, aber dafür umso berührenderen Karfreitagsliturgie in der Teilgemeinde Glanzing am 3. April 2026 ging es um das Thema „Hören“. Jesus, der bei seinem Tod am Kreuz das Haupt neigt, wendet uns sein Ohr zu und macht uns damit deutlich, dass er uns zuhören will.

Fotos: Katharina Thürriedl

Karfreitag im Kaasgraben

Das Thema der Karfreitagsliturgie im Kaasgraben am 3. April 2026 lautete: „Gott zieht es durch“. Dazu predigte Pater Sebastian Leitner OSFS Folgendes:

Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche

Gott zieht das durch. Vow.

Mein erster Gedanke heute gilt einem guten Freund. Er kämpft mit seinem Blut.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein zweiter Gedanke gilt seiner Frau. Sie ist liebevoll präsent.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein dritter Gedanke gilt all jenen, die an Gott verzweifeln, obwohl Gott nichts dafür kann. Gott ist kein „Ich hau dir ein Hackel rein – Gott“. Gott ist ein „Ich bin da Gott“ und ein „Ich bleib da Gott.“

Gott zieht das durch. Vow.

Mein vierter Gedanke gilt allen Opfern von Gewalt und Krieg und Missbrauch und Schamlosigkeit. Sie mögen Kraft aus einem Gott schöpfen, der mit-leidet, mit-stirbt, mit-blutet, mit-ausgenützt wird.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein fünfter Gedanke gilt meinem Freund Marcel, mit dem ich lachen kann, weil er „da“ und „dort“ anders verwendet als ich. Gott ist „da“ und „dort“. Für Gott haben Sprachbarrieren und Grenzen gar keine Bedeutung. Für Gott haben Altersunterschiede keine Bedeutung. Für Gott zählt nur seine Liebe für dich. Und dich. Da und dort.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein sechster Gedanke gilt den Unversöhnlichen, den Hardlinern, denen, die nicht über ihren Schatten springen können, den Kopflastigen, denen, die sich nicht lieben lassen können, oder wollen, denen, die die Würde eines einzigen anderen Menschen nichts bedeutet. Für Gott ist jede und jeder wichtig.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein siebter Gedanke gilt den Kunstschaffenden. Sie offenbaren ihr Inneres um ins Nachdenken zu kommen, um unterwegs zu bleiben. Gott genießt die Glaubende, den Hoffenden, die Fragende, den Suchenden, die Findende.

Gott zieht das durch. Vow.

Mein letzter Gedanke nimmt alle anderen mit in das heutige Geschehen: die Witwe, den Sturkopf, die Geliebte, der Gefangene, die Klerikale, der Komplizierte, die Mitdenkende, der Oberflächliche, die Stille, der Marktschreier, die Mutter, der Großvater, die Winzerin, der Schönheitschirurg, den Gottverlassenen, die Fromme, jede und jeden.

Gott zieht das durch. Gestern. Heute. Morgen. Karfreitag tut weh. Karfreitag ist wohltuend.

So ist Gott. Liebe bis zum Ende. Das Kreuz ist da, aber es ist nicht das Ende. Gottes Liebe endet nicht. Amen.

Fotos: Sebastian Leitner OSFS

Karfreitag in der Krim

Am Freitag, 3. April 2026, fand in der Krim-Kirche eine stimmungsvolle Karfreitagsliturgie statt, in deren Mittelpunkt die Kreuzverehrung durch Blumen stand. Ebenso eindrucksvoll gestaltete sich das Heilige Grab vor der Taufkapelle.

Fotos: Gregor Pozniak

Fotos: Christiane Haendel und Doris Kiss-Haider

Gründonnerstag im Kaasgraben

Die Farbe Rot stand im Mittelpunkt der Liturgie vom Letzten Abendmahl Jesu am Gründonnerstag, 2. April 2026, in der Teilgemeinde Kaasgraben. Zuerst wurde im Saal gefeiert, nach der Abendmahlsfeier folgte die Ölbergandacht in der Kirche. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS. Er sagte in seiner Predigt Folgendes.

Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche

Rot: Drei rote Gedanken, zum Mitnehmen nach Hause.

Rot 1 – Blutrot

Das Blut geschlachteter Tiere auf den Türpfosten der Israeliten als äußeres Zeichen für Gott, dieses Haus zu verschonen. So haben wir die erste Lesung gehört. Altes Denken. Gott hat in Christus längst kommuniziert, dass jede, jeder es ihm wert war und ist. Warum können wir immer noch davon reden, dass es die einen gibt, die Gott rettet, und die anderen, die Gott angeblich verachtet. Gott hat in Jesus etwas ganz andres kommuniziert. Sein Blut hat er vergossen, damit jede und jeder leben kann.

Das Lebensprinzip der Costa-Ricaner heißt Pura Vida. Dieses blutrote T-Shirt mit der Aufschrift Pura vida hat mir eine Gruppe von Freunden geschenkt. Einer von ihnen kämpft derzeit mit Verunreinigungen in seinem Blut, die sein Leben bedrohen. An ihn denke ich jetzt und an alle Verunreinigungen, die unser Blut ins Stocken bringen, unsere Liebesfähigkeit schmälern, und unser Herz hart werden lassen. Wenn wir heute vom Blut Christi trinken, bitten wir Gott, er möge unsere Herzen mit göttlichem Blut versorgen, das endlich mit der Mähr aufhört, dass es Menschen verschiedener Klassen und Rassen gibt. Pura vida gilt jeder und jedem, und wenn wir heute dieses Mahl feiern, dann ist es das, was wir feiern: Gott will das liebende Leben. Dafür hat er sein Blut vergossen. Rot 1 – Blutrot.

Rot 2 – Filzrot

Sie kennen dieses Filzrot. Wer sich im Kaasgraben in die Kirchenbänke setzt, oder auf die Sessel, setzt seinen Allerwertesten auf dieses Filzrot. Das Teilnehmen am eucharistischen Mahl wird angenehmer gemacht. Ein schönes Bild, wie ich meine.

Gott lädt jede und jedem zum Mahl ein. Dich und mich. Wir werden heute daran erinnert Menschen immer mehr zu werden und zu sein, die anderen von der Zuneigung Gottes erzählen. Warum grenze ich aus? Warum bin ich eiskalt? Warum lege ich Steine in den Weg? Warum stelle ich mich über die andere, den anderen?

Bei manchen Kirchenbänkenkonstruktionen habe ich mir schon öfters die Frage gestellt, ob sie nicht absichtlich so gebaut wurden, dass sie unbequem sind, dich zum Niederknien quasi zwingen. Gottes Art und Weise ist das aber nicht. Liebevoll, immer neu vergebend, immer wieder stärkend, selbst den Allerwertesten schonend bin ich eingeladen, es Gott in Jesus gleich zu machen. Rot 2 – Filzrot

Rot 3 – Schalrot

Einer meiner Lieblingsschale ist dieser rote Schal, der mir vor Jahren von einer Versicherung geschenkt wurde, eine Versicherung, die mit dem Slogan „Keine Sorgen“ wirbt. Wie akurat für heute.
Nach der Predigt lade ich euch ein, einander gegenseitig die Hände zu salben. Ein kleines Kreuz auf jeden Handrücken, mit Krankenöl. Du und ich, wir können einander salben, und uns dabei der Berührung Jesu bei der Fußwaschung erinnern. Wir können uns dabei zusprechen. Keine Sorgen. Gott liebt dich. Und es ist tatsächlich so. Gott zeigt sich heute von seiner stärksten Seite: sein Dienst am Menschen ist ergreifend. Gott macht sich klein, Gott dient, Gott vergibt, Gott berührt, Gott ist sich nicht und niemals zu schade, den Menschen liebevoll daran zu erinnern, dass auf Gott Verlass ist. Und du. Du kannst dich auch auf ihn verlassen. Komme was wolle; Zweifle was wolle; Ärgere was wolle; Falle was wolle; Geh den falschen Weg was wolle: er spricht dir zu: Keine Sorgen. Ich, dein Gott, bin verlässlich und verlasse dich nicht. Niemals. Rot 3 – Schalrot.

Rot 1 – Blutrot – Herr, lass mich lieben – in deinem Namen.
Rot 2 – Filzrot -Herr, lass mich weich sein – in deinem Namen.
Rot 3 – Schalrot – Herr, lass mich Zuversicht ausstrahlen – in deinem Namen.

Amen.

Fotos: Sebastian Leitner OSFS

Gründonnerstag in der Krim

Die Teilgemeinde Krim gestaltete die Feier des letzten Abendmahles am Gründonnerstag, 2. April 2026, als Familienmesse mit anschließender Agape. Das Thema lautete: „Hier fängt Zukunft an“.

Beim Abdecken des Altares am Schlusss der Heiligen Messe sagte Zelebrant Pfarrer Pater Thomas Vanek OSFS:

„Liebe Gemeinde, wir kommen nun zum wohl schwersten Moment dieses Abends. Nach dem festlichen Abendmahl folgt der Weg in die Nacht. Wir räumen den Altar leer – so wie Jesus in dieser Nacht alles genommen wurde: seine Freunde, seine Kleider, seine Würde und schließlich fast sein Gottvertrauen. Während der Altar nun Stück für Stück kahl und bloß wird, beten wir die Worte, die Jesus selbst am Kreuz geschrien hat. Es ist der Schrei nach Gott in tiefster Verzweiflung. Wir laden Sie ein, diesen Weg in die Stille und die Dunkelheit mitzugehen.“

Psalm 22 in modernen Worten
V: Gott, mein Gott, wo bist du? Warum hast du mich allein gelassen? Ich schreie um Hilfe, aber du scheinst meilenweit weg zu sein. Den ganzen Tag rufe ich deinen Namen, doch es kommt keine Antwort. In der Nacht finde ich keine Ruhe, nur dieses Schweigen.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Ich komme mir nicht mehr vor wie ein Mensch. Die Leute schauen auf mich herab, sie tuscheln hinter meinem Rücken. Sie lachen mich aus und sagen: „Soll er doch seinen Gott rufen! Wenn Gott ihn so liebt, wird er ihm schon helfen.“
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Meine Kraft ist am Ende, sie ist verflossen wie verschüttetes Wasser. Mein Herz ist wie Wachs, es schmilzt in meiner Brust vor Angst. Ich bin innerlich ausgetrocknet, meine Kehle brennt. Ich liege im Staub, als wäre ich schon längst tot.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Sie umringen mich wie hungrige Hunde, die mich jagen. Sie starren mich an und weiden sich an meinem Elend. Sie nehmen mir alles, was ich besitze, und teilen es unter sich auf. Du aber, Gott, bleib nicht fern! Du bist meine einzige Stärke. Komm mir zu Hilfe – jetzt!
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Fotos: Veronika Kleibel

Fotos: Walter Zahel

Gründonnerstag in Glanzing

Am Gründonnerstag, 2. April 2026, wurden am Beginn die neue geweihten Öle für Taufe, Firmung und Krankensalbung feierlich hereingetragen. Außerdem fand eine Fußwaschung statt und im Anschluss an die Feier des letzten Abendmahles eine Ölbergandacht. Zelebrant war Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS.

Fotos: Katharina Thürriedl / Erich Klug

Gründonnerstagsfest für Kinder in Glanzing

Am Gründonnerstag, 2. April 2026, erinnerten sich Kinder an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Dabei wurde gemeinsam Brot gebacken, das anschließend in einer kleinen Feier geteilt und gegessen wurde.

Fotos: Katharina Thürriedl

„Kunst“ – Bald ist Premiere

Am 17. April 2026 ist die Premiere des Theaterstücks „Kunst“ von Yasmina Reza – eine Komödie über drei Freunde – präsentiert vom Theaterkollektiv Krim im Grätzlzentrum Friedα Krim – 1190, Pater-Zeininger-Platz 1. Das Stück verspricht einen sehr lustigen Abend.

Anstatt festgesetzter Preise wird um Spenden gebeten, die je zur Hälfte an die Pfarrcaritas und an die Organisation „Hunger auf Kunst und Kultur“ gehen.