Das Wahlergebnis PGR- / GA-Wahl 2022
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von SalesVom 15. bis zum 20. März 2022 haben in ganz Österreich die Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten und Gemeindeausschüssen stattgefunden.
In unserer Pfarre Franz von Sales haben 415 Personen ihre Stimme abgegeben. Wir danken allen Katholikinnen und Katholiken, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und damit gezeigt haben, dass ihnen die Zusammenarbeit zwischen den Laien und den hauptamtlichen Mitarbeiter(inne)n in der Pfarre ein Anliegen ist.
Wir danken insbesondere auch den insgesamt 30 Personen, die durch ihre Kandidatur die Bereitschaft bekundet haben, im Team mit den Hauptamtlichen in unserer Pfarre Kirche zu leben, zu gestalten und weiterzuentwickeln.
In den Pfarrgemeinderat wurden 6 Frauen und 7 Männer gewählt, in die Gemeindeausschüsse insgesamt 10 Frauen und 7 Männer. Das Durchschnittsalter der Gewählten beträgt 45 Jahre.
Neues Video zum Willkommensort Krim
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesDie Krim ist für mich … Ein neues Videos gibt darüber Einblick.
Pfarrkreuzweg 2022
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesAm Mittwoch, 6. April 2022, 18.00 Uhr, findet der Kreuzweg der Pfarre Franz von Sales zum Thema „Durchkreuztes Leben“ statt.
Ort: Kapelle des Krankenhauses Göttlicher Heiland, Dornbacherstraße 20-30, 1170 Wien
Alle sind herzlich eingeladen, im Krankenhaus ist eine Mitfeier allerdings nur mit 2G+ möglich, also geimpft, genesen UND mit gültigem PCR-Test.

Mittendrin – Alltag einer Therapeutin
/in News, Pfarre Franz von Sales
Die Döblinger Physiotherapeutin Elisabeth Trost über Beruf, Familie, Wohnungsrenovierung und Pfarre
Mitten in der stärksten Zeit der Omikron-Pandemie sprechen wir mit Elisabeth Trost. Sie ist Physiotherapeutin und daher auch unmittelbar bei Personen, die sich behandeln lassen müssen. Wie kann man in diesen schwierigen Zeiten, Arbeit, Familie, kirchliche Tätigkeiten und Freizeit unter einen Hut bringen? Die Antworten darauf wollen wir im Gespräch mit ihr erfahren.
MITEINANDER: Sie sind in Wien aufgewachsen?
Fr. Trost: Ja, ich bin hier in Döbling aufgewachsen und habe auch meine Schulzeit hier verlebt. Ich fühle mich hier sehr geborgen; es ist wie in einem Dorf – man kennt viele Leute, man trifft sich beim Einkaufen oder in der Kirche, grüßt sich, plaudert etwas – das ist mir wichtig und das ganze Leben bisher so geblieben.
MITEINANDER: Und wie sind Sie zur Physiotherapie gekommen?
Fr. Trost: Es hat mich schon immer interessiert mit Leuten in Interaktion zu treten. In meiner Familie waren alle in anderen Berufen und eigentlich sollte ich, wie meine Mutter, die Laufbahn der Verkäuferin einschlagen, aber eine Großtante hat mich dann gefragt, ob ich nicht in dieser Richtung etwas machen möchte. So habe ich mich für die Ausbildung an der Schule für den physiotherapeutischen Dienst im AKH beworben, die ich dann auch dort abgeschlossen habe.
MITEINANDER: Danach sind Sie gleich in das Berufsleben eingestiegen?
Fr. Trost: Ja, ich habe dann 5 Jahre im Kurzentrum Oberlaa gearbeitet, aber das war sehr weit weg von Döbling und als ich dann gelesen habe, dass hier ein Institut eröffnet wird, habe ich mich sofort auf diese Annonce beworben.
MITEINANDER: Nachdem Sie schon ziemlich lange physiotherapeutisch tätig sind: Hat sich die Arbeitsweise im Laufe der Zeit verändert?
Fr. Trost: Vor mehr als 30 Jahren habe ich diplomiert und da hat sich schon sehr viel geändert seither. Es wird viel mehr Wert gelegt auf aktive Therapie, auf die Erkenntnisse der Wissenschaft, auf moderne Methoden und noch vieles andere.
MITEINANDER: Hat sich das alles im Zuge der Pandemie noch mehr verändert?
Fr. Trost: Man kann sich den Abstand zum Menschen nicht wirklich aussuchen und muss Maske tragen, das macht die Arbeit schon ziemlich beschwerlich – ich bin zwar geimpft, aber die Patienten müssen derzeit nicht unbedingt geimpft sein. Deshalb sind mir die Pausen so wichtig, wo ich lüften und die Maske herunternehmen kann.
MITEINANDER: Sie behandeln auch privat?
Fr. Trost: Genau – ich habe eine Praxis in der Nähe und das ist für mich ein sehr großer Lebensqualitätsgewinn, weil ich alles zu Fuß erledigen kann,
MITEINANDER: Nebenbei sind Sie auch noch in der Pfarre in der KFB (katholische Frauenbewegung) tätig?
Fr. Trost: Im KFB-Team war ich tätig, aber derzeit ist das in der Diözese angesiedelt. Es sind in der Pfarre so viele Aktionen, dass nur einige von der KFB veranstaltet wurden, beispielsweise die gut angenommene Adventwanderung.
MITEINANDER: Sie singen auch noch im Chor?
Fr. Trost: In einem Chor selbst nicht, aber in einer Gruppe, welche die Gottesdienste gesanglich begleitet.
MITEINANDER: Und so „nebenbei“ haben Sie noch zwei fast erwachsene Kinder….
Fr. Trost: Gottseidank konnte ich Arbeit und Privatleben mit Hilfe meiner Mama immer gut vereinbaren, sodass ich für meine Familie ganz nah da sein konnte.
MITEINANDER: Die jungen Damen wohnen noch zu Hause?
Fr. Trost: Ja, wir renovieren gerade die Nachbarwohnung. So können sie einen Stock tiefer, also auch in der Nähe, bleiben.
MITEINANDER: Wenn Sie neben all diesen Tätigkeiten noch Freizeit haben – was machen Sie dann?
Fr. Trost: Ich lese gern, wir gehen „Nordic walken“ und wir haben einen Schrebergarten in Klosterneuburg und in diesem bin ich sehr gern, pflanze einiges an und fühle mich dort wie im Urlaub.
MITEINANDER: Abschließend habe ich noch eine Frage: Wie haben Sie die Weihnachtszeit verbracht?
Fr. Trost: Größtenteils renovierend – nur durch die Gottesdienstbesuche unterbrochen.
MITEINANDER: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!
Kinderaschenkreuz in Glanzing
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von SalesAm Aschermittwoch, 2. März 2022, haben die Kinder der Pfarre Franz von Sales das Aschenkreuz in der Kirche Glanzing von P. Manikumar Arepalli und PAss Elisabeth Wolfslehner erhalten. Von den Pfadfindern wurde vor der Kirche ein Feuer gemacht, wo Faschingsgirlanden, alte Palmzweige und symbolhaft auch alles, was uns belastet, verbrannt wurde.
In der Kirche haben die Kinder unter Begleitung des Erstkommunionsteams eine Asche-Blume, einen Asche-Baum und einen Asche-Menschen gestaltet. Diese Bilder machen deutlich, dass alles auf der Erde vergänglich ist – wieder zu Asche wird –, dass wir mit Jesus Christus aber Hoffnung auf ewiges Leben haben.
Fotos: Sabrina Skutecky und Pater Manikumar Arepalli OSFS
















Fröhliche Senior*innen in Glanzing
/in Fotoarchiv, Glanzing, Pfarre Franz von Sales SeniorentreffAm Donnerstag, 24. Februar 2022, feierten die fröhlichen Senior*innen in Rahmen einer Heiligen Messe die Geburtstagskinder des vergangenen Monats. Im Anschluss daran gab es für Geimpfte und Genesene eine kleine Faschingsfeier in der Cafeteria. Mit dabei war auch Pfarrer Pater Thomas Mühlberger OSFS.
Fotos: Anton Richter






Umbau WILLKOMMENSORT KRIM
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesIm Rahmen des Umbaus zum WILLKOMMENSORT in der Krim drei wichtige Informationen:
- Führung durchs „neue“ Pfarrheim: jeweils am Sonntag, 13.2., 20.2., 27.2. nach der 9.30 Messe!
derzeit max. 25 Personen erlaubt, bitte anmelden unter: umbau@franzvonsales.at bzw. unter 01 368 45 87
- Mithilfe gesucht: Ausräumen, Umräumen, Neues schaffen, wir bauen gemeinsam!!
Es sind einige Arbeitseinsätze im Februar, März und April geplant.
Bitte unter umbau@franzvonsales.at melden!
- Alles muss raus!
Diverse Möbel, Praktisches, Zeitloses, diverse Schnäppchen aus dem Pfarrheim müssen bis Ende März raus!
Besichtigung bei den Rundgängen.
Fragen und Angebote unter: umbau@franzvonsales.at
Liebe Grüße
Henna

Mai-Wallfahrt nach Mariazell
/in Glanzing, Jubilaeumsjahr 2022, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von SalesPfarrwallfahrt nach Mariazell Wiener Wallfahrerweg
26. – 29.5.2022
Die Route:
Donnerstag, 26.5. (Christi Himmelfahrt) Wien-Rodaun – Heiligenkreuz – Peilstein – Weissenbach (35 km)
Freitag, 27.5. Furth – Kieneck – Unterberg – Rohr/Gebirge (25 km)
Samstag, 28.5. Rohr/Gebirge – Kalte Kuchl – St-Aegyd (21 km)
Sonntag, 29.5. St. Aegyd – Kernhofer Gscheid – Walstern – Habertheuersattel- Mariazell (27 bzw. 19 km – siehe unten)
Die Varianten:
A) Komplette Tour
B) Nur Teiletappen (mit individueller Anreise)
C) Abholung der Wallfahrer:innen am Sonntag in Mariazell
Gemeinsamer Gottesdienst, Mittagessen & Zeit in Mariazell
Ja, und Corona?
Wir hoffen sehr, dass die Pandemie uns um diese Jahreszeit nicht massiv hineinpfuscht. Die Einhaltung der dann insbesondere für Veranstaltungen, Gastro und Übernachtungen geltenden Maßnahmen ist natürlich selbstverständlich und Voraussetzung für eine Teilnahme.
Das Rundherum:
- Das Besondere ist die Mischung aus Zeit mit einer außerordentlich netten, unterhaltsamen, bunt gemischten Gruppe, mit der man endlos viel Spaß genauso wie ernsthafte Gespräche haben kann, und Zeit für sich selbst – je nach Wunsch.
- Kosten: wir übernachten in Gasthöfen. Dazu kommt noch ein kleiner Beitrag für Unkosten rundherum.
- Zu Mittag werden wir uns teils selbst verpflegen, teils in Gasthäusern essen.
- Abends gibt es immer die Möglichkeit zu einem „g`scheiten Essen“.
- Da die letzte Etappe für die zur Verfügung stehende Zeit relativ lange ist, können alle, die nicht endlos früh aufstehen wollen, das Steilstück meiden und mit dem Taxibus auf`s Kernhofer Gscheid fahren. Wenn wir für dich keinen Taxiplatz reservieren sollen, sag`s uns bitte bei der Anmeldung.
- Wir empfehlen einige Vorbereitungswanderungen. Wenn zwischendurch die Kraft ausgeht, gibt es die Möglichkeit, mit dem Begleitauto mitzufahren.
- Das Begleitauto kann alles Gepäck transportieren, das wir für den Tag nicht brauchen.
- Die Tour ist nicht auf „überdrüberheilig“ angelegt. Wir laden unterwegs zu Gebeten und in Mariazell zu einem Gottesdienst ein, jeweils in zeitgemäßer Gestaltung, und freuen uns, wenn du dabei bist.
- Die Rückreise erfolgt mit der Mariazellerbahn oder individuell.
- Detailinfos bekommst du rechtzeitig.
- Nachträgliche Abmeldungen machen die Organisation sehr anstrengend.
- Außerdem können Stornokosten anfallen. Entscheide dich also bitte fix.
Weitere Infos und Anmeldung bis 15. März (beschränkte Platzanzahl):
manfredmueller@gmx.at; 0699/10178181 alex.gotsmy@gmail.com; 0699/12731540
Wir freuen uns sehr auf eine tolle gemeinsame Tour!
Sänger*innen / Musiker*innen für Musical „Die Baronin“ gesucht
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesDas Musical „Die Baronin“ erzählt die Geschichte der Heiligen Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal. Anlässlich des Jubiläumsjahres 2022 plant die Pfarre Franz von Sales die Aufführung dieses Musicals. Alle, die als Sängerinnen oder Sänger, Musikerinnen oder Musiker mitmachen wollen, sind eingeladen, sich bis 28. Februar 2022 via Email zu bewerben: diebaroninmusical@franzvonsales.at . Castings finden am 12. und 13. März 2022 in der Kirche in Glanzing statt.

Willkommensort Krim – Pfarre Franz von Sales
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesZukunft bauen – Willkommensort Krim der Pfarre Franz von Sales.
Ein Video von Agnes Rehor, www.filmtextschnitt.at.
Mit Aufnahmen von Mitgliedern der Pfarre Franz von Sales, Teilgemeinde Krim, Wien.
Franz von Sales Fest 2022 – Gemeinsames Pfarrfest
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesAufgrund der aktuellen Corona-Situation haben wir uns entschlossen, das „Gemeinsame Pfarrfest“ am Sonntag, 23. Jänner 2022 anlässlich unseres Pfarrpatrons Franz von Sales aufgeteilt in den Kirchen der drei Teilgemeinden Glanzing, Kaasgraben und Krim zu feiern:
9.30 Uhr: Festmesse in der Krim Kirche. Hauptzelebrant und Festprediger ist Pfarrer Pater Thomas Mühlberger OSFS.
10.00 Uhr: Festmesse in der Glanzinger Kirche. Hauptzelebrant und Festprediger ist Provinzial Pater Josef Költringer OSFS. Das Thema ist „(Geistliche) Freundschaft“. Musikalisch gestaltet wird die Eucharistiefeier von der Rhythmusgruppe.
11.00 Uhr: Festmesse in der Kaasgraben Kirche. Hauptzelebrant und Festprediger ist Pater Herbert Winklehner OSFS.
Heiliger Abend – 24. 12. 2021 – in der Pfarre Franz von Sales
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesAufgrund der derzeit gültigen Corona-Regelungen, welche auch eingeschränkte Platzkapazitäten zur Folge hat, bitten wir um Anmeldung.
Teilgemeinde KRIM
10.00 Uhr Kasperltheater 2G+
12.00 Uhr „Bete, lächle, denke an mich…! Gebetsstunde mit Menschen, die Abschied nehmen mussten
15.00 Uhr Kinderweihnacht mit Krippenspiel im Krimpark 2G+
22.00 Uhr Christmette
24.00 Uhr Christmette
Platzreservierung: krim2412@franzvonsales.at
Teilgemeinde KAASGRABEN
15.00 – 17 00 Uhr Kommt zur Krippe! Die Weihnachtsgeschichte in kreativen Schritten erleben (Anmeldung nicht erforderlich)
22.00 Uhr Christmette in der Kirche
Platzreservierung: kaasgraben2412@franzvonsales.at
Teilgemeinde GLANZING
16.00 Uhr Kinderweihnacht hinter der Kirche
23.00 Uhr Christmette in der Kirche
Platzreservierung: glanzing2412@franzvonsales.at
Ministrantensonntag 2021
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von SalesWie jedes Jahr haben wir am dritten Adventsonntag (12. Dezember 2021) unseren Mini-Sonntag der Pfarre Franz von Sales in der Krim-Kirche gefeiert. Besonders freuen wir uns über unsere neuen Minis, die in den letzten Wochen und Monaten schon fleißig ministriert haben und jetzt offiziell eingekleidet worden sind. Im Namen aller Leiter:innen bedanken ich mich bei allen unseren Minis, Jumis und den Frauen- und Männerministranten aller drei Teilgemeinden für eurer Engagement und euren Dienst. Es erfüllt mich mit ganz viel Freude und Stolz, dass wir ein so super Team sind und man immer auf euch zählen kann!
Martina Trost
Der 24. Dezember in der Krim
/in Krim, Pfarre Franz von SalesAuch in diesem Jahr gibt es wieder ein buntes Programm zur Gestaltung des 24. Dezember …

Adventkalender „Sternstunden“
/in Glanzing, Kaasgraben, Krim, News, Pfarre Franz von SalesAuch in diesem Jahr stellt das Pfarrnetzwerk Asyl einen Adventkalender zum Thema „Sternstunden“ zur Verfügungen. Darin enthalten sind auch Beiträge aus der Pfarre Franz von Sales.

Friedhofsverwaltung-Stätten der Erinnerung bewahren
/in Pfarre Franz von SalesVerabschiedung innig verwalten
Die Verwaltung der 46 Friedhöfe in Wien übernimmt vielfach die Stadt Wien selbst. Einige Friedhöfe wurden an private Anbieter vergeben, darunter auch die Friedhöfe in der Umgebung unseres Pfarrgebietes – Döbling, Grinzing, Sievering. MITEINANDER besucht den Friedhof Sievering bei regnerischem, kaltem Friedhofswetter und spricht dort mit Fr. Kummer, Friedhofsverwalterin:
MITEINANDER: Zum Friedhof sind Sie durch Ihren Vater gekommen?
Fr. Kummer: Ja, die Firma lautet auf seinen Namen und wir verwalten den Döblinger, den Sieveringer und den Heiligenstädter Friedhof.
MITEINANDER: Sie selbst fühlen sich nur für den Sieveringer Friedhof zuständig?
Fr. Kummer: Unsere Familie verwaltet den Sieveringer Friedhof seit 1984, damals hat ihn der Großvater übernommen, 1996 übernahm der Vater und ich bin seit 2015 hier. Ich habe das spontan beschlossen, nachdem ich Matura und Apothekenlehre gemacht hatte, mich dann dort nicht so wohl gefühlt hatte, meine Mama einige Bandscheibenvorfälle hatte und dadurch der Bedarf gegeben war – dann habe ich zugesagt, das für einige Zeit zu machen und seither bin ich nun hier mittendrin statt nur dabei.
MITEINANDER: Wie groß ist eigentlich der Friedhof?
Fr. Kummer: Wir verwalten ca. 4500 Gräber inklusive etwa 100 Urnengräber und haben etwa 150-200 Bestattungen pro Jahr.
MITEINANDER: Gibt es jetzt noch freie Gräber?
Fr. Kummer: Sarggräber sind noch genug frei, derzeit sind es etwa 850, aber Urnengräber sind keine zu haben.
MITEINANDER: Wieso hat sich das Verhältnis Urne zu Sarg so geändert?
Fr. Kummer: Weil viele Altbestände von Gräbern aufgelassen worden sind und Urnengräber häufiger nachgefragt werden.
MITEINANDER: Im Internet habe ich gesehen, man kann sich die freien Gräber direkt aussuchen?
Fr. Kummer: Ja, man kann sich die Grablage aussuchen, deshalb sage ich immer, wenn jemand Bedarf hat, dann bitte eine Runde um den Friedhof gehen und schauen, wo es gefällt und wir werden dort in der Nähe sicher etwas finden.
MITEINANDER: Wie viele Personen können in einem Grab liegen?
Fr. Kummer: Grundsätzlich können vier Särge in einem normalen Grab liegen und zusätzlich 8-10 Urnen, aber durch Exhumierungen und Zusammenlegungen können auch darüber hinaus Verstorbene in einem Grab zu liegen kommen.
MITEINANDER: Gibt es besondere Wünsche von den Leuten?
Fr. Kummer: Ja, besonders bei der Lage kommt es fallweise zu Wünschen, manche mögen den Blick auf Wien oder auf die Weinberge – da frage ich dann immer, ob der Verstorbene den Blick haben soll oder der Angehörige, weil da dreht sich dann meist die Lage um. Aber auch bei Wünschen hinsichtlich der Nachbarschaft zu Hecken oder Bäumen gibt es manchmal Einschränkungen.
MITEINANDER: Haben Sie den Eindruck, dass die Leute, die den Friedhof besuchen, eine Innigkeit mitbringen?
Fr. Kummer: Es kommt immer darauf an, wie der Betroffene zu dem Grab steht, das er besucht. Etwas hart ausgedrückt – ist das Grab für ihn ein funktionaler Gegenstand oder ist eine emotionale Bindung dazu vorhanden.
MITEINANDER: Aus Ihrer Sicht – hat sich das gewandelt in den letzten Jahren?
Fr. Kummer: Ja, bei der jüngeren Generation können schon die wenigsten damit etwas anfangen – es kann aber auch sein, dass nur nicht darüber gesprochen wird. Früher hat man zum Muttertag, zu Weihnachten, Geburtstag,… das Grab besucht – dieses Verhalten kann ich jetzt nicht mehr erkennen.
MITEINANDER: Hat sich während der Pandemiephase bei Ihnen etwas verändert?
Fr. Kummer: Nein, wir haben nichts bemerkt – bei uns ist kein Anstieg von Beerdigungen zu bemerken – eher sogar im Gegenteil – im Jahr 2020 waren es weniger und jetzt sind es etwa gleich viele Begräbnisse, wie in den letzten Jahren davor.
MITEINANDER: Wie zeichnen Sie eigentlich auf?
Fr. Kummer: Es wird zwar von den Friedhöfen Wien digital aufgezeichnet und wir geben dort auch ein aber im Wesentlichen stützen wir uns auf unsere eigenen handschriftlichen Bücher nach alphabetischen Namen und dazu Protokollbücher mit den Details je Grab. Ohne diese Bücher würde ich fast das ganze Wissen über den Friedhof verlieren.
MITEINANDER: Können Sie sich auch an kuriose Ereignisse auf Ihrem Friedhof erinnern?
Fr. Kummer: Da gibt es mehrere – zum Beispiel den Fall eines Mannes, bei dem wir die Rettung holen mussten, weil er über den Grabstein gefallen war bis zu einer dementen Frau, die nächtens am Friedhof mit ihrem Hund spazieren ging und von der Polizei wegen Abgängigkeit gesucht wurde.
MITEINANDER: Möchten Sie noch gerne etwas zu Ihrer Tätigkeit sagen?
Fr. Kummer: Es wäre schön, wenn die Leute nicht so viel wegnehmen würden. Es werden Gestecke und Kränze entwendet, Kerzen woanders angezündet, Blumen ausgegraben,….
MITEINANDER: Noch abschließend eine persönliche Frage: Wenn Sie am Abend nach Hause gehen, nehmen Sie da viel vom Geschehen des Tages mit?
Fr. Kummer: Ja, immer wieder – allerdings kann ich dann fast alles im Kreise der Familie und mit meinen Eltern besprechen – aber meistens kann ich doch entspannt nach Hause fahren.
MITEINANDER: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
® Bild Johanna Binder
















