Karfreitag in Glanzing
/in Fotoarchiv, GlanzingBei der sehr stillen, aber dafür umso berührenderen Karfreitagsliturgie in der Teilgemeinde Glanzing am 3. April 2026 ging es um das Thema „Hören“. Jesus, der bei seinem Tod am Kreuz das Haupt neigt, wendet uns sein Ohr zu und macht uns damit deutlich, dass er uns zuhören will.
Fotos: Katharina Thürriedl





Karfreitag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenDas Thema der Karfreitagsliturgie im Kaasgraben am 3. April 2026 lautete: „Gott zieht es durch“. Dazu predigte Pater Sebastian Leitner OSFS Folgendes:
Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche
Gott zieht das durch. Vow.
Mein erster Gedanke heute gilt einem guten Freund. Er kämpft mit seinem Blut.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein zweiter Gedanke gilt seiner Frau. Sie ist liebevoll präsent.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein dritter Gedanke gilt all jenen, die an Gott verzweifeln, obwohl Gott nichts dafür kann. Gott ist kein „Ich hau dir ein Hackel rein – Gott“. Gott ist ein „Ich bin da Gott“ und ein „Ich bleib da Gott.“
Gott zieht das durch. Vow.
Mein vierter Gedanke gilt allen Opfern von Gewalt und Krieg und Missbrauch und Schamlosigkeit. Sie mögen Kraft aus einem Gott schöpfen, der mit-leidet, mit-stirbt, mit-blutet, mit-ausgenützt wird.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein fünfter Gedanke gilt meinem Freund Marcel, mit dem ich lachen kann, weil er „da“ und „dort“ anders verwendet als ich. Gott ist „da“ und „dort“. Für Gott haben Sprachbarrieren und Grenzen gar keine Bedeutung. Für Gott haben Altersunterschiede keine Bedeutung. Für Gott zählt nur seine Liebe für dich. Und dich. Da und dort.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein sechster Gedanke gilt den Unversöhnlichen, den Hardlinern, denen, die nicht über ihren Schatten springen können, den Kopflastigen, denen, die sich nicht lieben lassen können, oder wollen, denen, die die Würde eines einzigen anderen Menschen nichts bedeutet. Für Gott ist jede und jeder wichtig.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein siebter Gedanke gilt den Kunstschaffenden. Sie offenbaren ihr Inneres um ins Nachdenken zu kommen, um unterwegs zu bleiben. Gott genießt die Glaubende, den Hoffenden, die Fragende, den Suchenden, die Findende.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein letzter Gedanke nimmt alle anderen mit in das heutige Geschehen: die Witwe, den Sturkopf, die Geliebte, der Gefangene, die Klerikale, der Komplizierte, die Mitdenkende, der Oberflächliche, die Stille, der Marktschreier, die Mutter, der Großvater, die Winzerin, der Schönheitschirurg, den Gottverlassenen, die Fromme, jede und jeden.
Gott zieht das durch. Gestern. Heute. Morgen. Karfreitag tut weh. Karfreitag ist wohltuend.
So ist Gott. Liebe bis zum Ende. Das Kreuz ist da, aber es ist nicht das Ende. Gottes Liebe endet nicht. Amen.
Fotos: Sebastian Leitner OSFS









Karfreitag in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimAm Freitag, 3. April 2026, fand in der Krim-Kirche eine stimmungsvolle Karfreitagsliturgie statt, in deren Mittelpunkt die Kreuzverehrung durch Blumen stand. Ebenso eindrucksvoll gestaltete sich das Heilige Grab vor der Taufkapelle.
Fotos: Gregor Pozniak





Fotos: Christiane Haendel und Doris Kiss-Haider




Gründonnerstag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenDie Farbe Rot stand im Mittelpunkt der Liturgie vom Letzten Abendmahl Jesu am Gründonnerstag, 2. April 2026, in der Teilgemeinde Kaasgraben. Zuerst wurde im Saal gefeiert, nach der Abendmahlsfeier folgte die Ölbergandacht in der Kirche. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS. Er sagte in seiner Predigt Folgendes.
Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche
Rot: Drei rote Gedanken, zum Mitnehmen nach Hause.
Rot 1 – Blutrot
Das Blut geschlachteter Tiere auf den Türpfosten der Israeliten als äußeres Zeichen für Gott, dieses Haus zu verschonen. So haben wir die erste Lesung gehört. Altes Denken. Gott hat in Christus längst kommuniziert, dass jede, jeder es ihm wert war und ist. Warum können wir immer noch davon reden, dass es die einen gibt, die Gott rettet, und die anderen, die Gott angeblich verachtet. Gott hat in Jesus etwas ganz andres kommuniziert. Sein Blut hat er vergossen, damit jede und jeder leben kann.
Das Lebensprinzip der Costa-Ricaner heißt Pura Vida. Dieses blutrote T-Shirt mit der Aufschrift Pura vida hat mir eine Gruppe von Freunden geschenkt. Einer von ihnen kämpft derzeit mit Verunreinigungen in seinem Blut, die sein Leben bedrohen. An ihn denke ich jetzt und an alle Verunreinigungen, die unser Blut ins Stocken bringen, unsere Liebesfähigkeit schmälern, und unser Herz hart werden lassen. Wenn wir heute vom Blut Christi trinken, bitten wir Gott, er möge unsere Herzen mit göttlichem Blut versorgen, das endlich mit der Mähr aufhört, dass es Menschen verschiedener Klassen und Rassen gibt. Pura vida gilt jeder und jedem, und wenn wir heute dieses Mahl feiern, dann ist es das, was wir feiern: Gott will das liebende Leben. Dafür hat er sein Blut vergossen. Rot 1 – Blutrot.
Rot 2 – Filzrot
Sie kennen dieses Filzrot. Wer sich im Kaasgraben in die Kirchenbänke setzt, oder auf die Sessel, setzt seinen Allerwertesten auf dieses Filzrot. Das Teilnehmen am eucharistischen Mahl wird angenehmer gemacht. Ein schönes Bild, wie ich meine.
Gott lädt jede und jedem zum Mahl ein. Dich und mich. Wir werden heute daran erinnert Menschen immer mehr zu werden und zu sein, die anderen von der Zuneigung Gottes erzählen. Warum grenze ich aus? Warum bin ich eiskalt? Warum lege ich Steine in den Weg? Warum stelle ich mich über die andere, den anderen?
Bei manchen Kirchenbänkenkonstruktionen habe ich mir schon öfters die Frage gestellt, ob sie nicht absichtlich so gebaut wurden, dass sie unbequem sind, dich zum Niederknien quasi zwingen. Gottes Art und Weise ist das aber nicht. Liebevoll, immer neu vergebend, immer wieder stärkend, selbst den Allerwertesten schonend bin ich eingeladen, es Gott in Jesus gleich zu machen. Rot 2 – Filzrot
Rot 3 – Schalrot
Einer meiner Lieblingsschale ist dieser rote Schal, der mir vor Jahren von einer Versicherung geschenkt wurde, eine Versicherung, die mit dem Slogan „Keine Sorgen“ wirbt. Wie akurat für heute.
Nach der Predigt lade ich euch ein, einander gegenseitig die Hände zu salben. Ein kleines Kreuz auf jeden Handrücken, mit Krankenöl. Du und ich, wir können einander salben, und uns dabei der Berührung Jesu bei der Fußwaschung erinnern. Wir können uns dabei zusprechen. Keine Sorgen. Gott liebt dich. Und es ist tatsächlich so. Gott zeigt sich heute von seiner stärksten Seite: sein Dienst am Menschen ist ergreifend. Gott macht sich klein, Gott dient, Gott vergibt, Gott berührt, Gott ist sich nicht und niemals zu schade, den Menschen liebevoll daran zu erinnern, dass auf Gott Verlass ist. Und du. Du kannst dich auch auf ihn verlassen. Komme was wolle; Zweifle was wolle; Ärgere was wolle; Falle was wolle; Geh den falschen Weg was wolle: er spricht dir zu: Keine Sorgen. Ich, dein Gott, bin verlässlich und verlasse dich nicht. Niemals. Rot 3 – Schalrot.
Rot 1 – Blutrot – Herr, lass mich lieben – in deinem Namen.
Rot 2 – Filzrot -Herr, lass mich weich sein – in deinem Namen.
Rot 3 – Schalrot – Herr, lass mich Zuversicht ausstrahlen – in deinem Namen.
Amen.
Fotos: Sebastian Leitner OSFS




Gründonnerstag in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimDie Teilgemeinde Krim gestaltete die Feier des letzten Abendmahles am Gründonnerstag, 2. April 2026, als Familienmesse mit anschließender Agape. Das Thema lautete: „Hier fängt Zukunft an“.
Beim Abdecken des Altares am Schlusss der Heiligen Messe sagte Zelebrant Pfarrer Pater Thomas Vanek OSFS:
„Liebe Gemeinde, wir kommen nun zum wohl schwersten Moment dieses Abends. Nach dem festlichen Abendmahl folgt der Weg in die Nacht. Wir räumen den Altar leer – so wie Jesus in dieser Nacht alles genommen wurde: seine Freunde, seine Kleider, seine Würde und schließlich fast sein Gottvertrauen. Während der Altar nun Stück für Stück kahl und bloß wird, beten wir die Worte, die Jesus selbst am Kreuz geschrien hat. Es ist der Schrei nach Gott in tiefster Verzweiflung. Wir laden Sie ein, diesen Weg in die Stille und die Dunkelheit mitzugehen.“
Psalm 22 in modernen Worten
V: Gott, mein Gott, wo bist du? Warum hast du mich allein gelassen? Ich schreie um Hilfe, aber du scheinst meilenweit weg zu sein. Den ganzen Tag rufe ich deinen Namen, doch es kommt keine Antwort. In der Nacht finde ich keine Ruhe, nur dieses Schweigen.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Ich komme mir nicht mehr vor wie ein Mensch. Die Leute schauen auf mich herab, sie tuscheln hinter meinem Rücken. Sie lachen mich aus und sagen: „Soll er doch seinen Gott rufen! Wenn Gott ihn so liebt, wird er ihm schon helfen.“
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Meine Kraft ist am Ende, sie ist verflossen wie verschüttetes Wasser. Mein Herz ist wie Wachs, es schmilzt in meiner Brust vor Angst. Ich bin innerlich ausgetrocknet, meine Kehle brennt. Ich liege im Staub, als wäre ich schon längst tot.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Sie umringen mich wie hungrige Hunde, die mich jagen. Sie starren mich an und weiden sich an meinem Elend. Sie nehmen mir alles, was ich besitze, und teilen es unter sich auf. Du aber, Gott, bleib nicht fern! Du bist meine einzige Stärke. Komm mir zu Hilfe – jetzt!
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Fotos: Veronika Kleibel



























Fotos: Walter Zahel




Gründonnerstag in Glanzing
/in Fotoarchiv, GlanzingAm Gründonnerstag, 2. April 2026, wurden am Beginn die neue geweihten Öle für Taufe, Firmung und Krankensalbung feierlich hereingetragen. Außerdem fand eine Fußwaschung statt und im Anschluss an die Feier des letzten Abendmahles eine Ölbergandacht. Zelebrant war Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS.
Fotos: Katharina Thürriedl / Erich Klug









Palmsonntag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, Kaasgraben„Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus“, als Jesus in Jerusalem einzog. Dieser Satz aus dem Matthäusevangelium über den Einzug Jesu in Jerusalem stand im Zentrum der Palmsonntagsliturgie in der Kaasgrabenkirche am 29. März 2029. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS.
Fotos: Sabine Neumann



Palmsonntag in Glanzing
/in Fotoarchiv, Glanzing Erstkommunion, Goki, KiWoG, WokiIm Zentrum der Palmsonntagsmesse in Glanzing, 29. März 2026, stand neben der Segnung der Palmzweige die speziell für Kinder gestaltete Leidensgeschichte Jesu. Zelebrant war Pfarvikar Pater Herbert Winklehner OSFS, der mit den Kindern von Station zu Station mit Symbolen des Leidensweges Jesu durch die Kirche ging. Gestaltet wurde diese kindgerechte Leidensgeschichte vom Erstkommunion-Team der Pfarre Franz von Sales.
Fotos: Katharina Thürriedl









Kreuzweg „Hingerichtet“
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim60 Gäste folgten der Einladung zu einer bewegenden Kreuzwegandacht am Mittwoch, 25. März 2026, im früheren Hinrichtungsraum des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, in dem während der NS-Zeit über 1200 Menschen getötet wurden. Besonders intensiv war neben den persönlichen Geschichten die Verlesung der Namen aller Opfer durch Richterinnen und Staatsanwälte in Form eines „Klangteppichs“.
Fotos: Daniel Weisz und Fritz Forsthuber






Osterkerze für den Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenAm Dienstag, 24. März 2026, wurde die Osterkerze für die Teilgemeinde Kaasgraben geschaffen, inspiriert waren von zwei Aussagen des neuen Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl: „Nehmt die Melodie Gottes in euch auf“ (Ignatius von Antiochien) und „Nur wer innerlich brennt, kann leuchten.“
Fotos: Bianca Meusburger-Waldhardt








Spätlese und Maria, die Rebellin
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim SeniorentreffAm Dienstag, 24. März 2026, traf sich die Senior:innen-Gruppe „Spätlese“, um sich auf das Hochfest „Verkündigung des Herrn“ einzustimmen. Pfarrvikat Pater Herbert Winklehner OSFS hielt dazu einen Vortrag zum Thema „Maria, die Rebellin“. Er zeigt anhand der Bibel und verschiedenen Darstellungen aus der Kunstgeschichte auf, dass die Gottesmutter Maria eine starke Frau war.
Fotos: Manikumar Arepalli OSFS


















Patrozinium in Glanzing
/in Fotoarchiv, GlanzingAm Sonntag, 22. März 2026, feierte die Teilgemeinde Glanzing ihr Patroziniumsfest „Maria Verkündigung“. Musikalisch wunderbar gestaltet wurde die Festmesse vom Flötenensemble „Flauto harmonico“ unter der Leitung von Erich Klug. Sie spielten die MISA A OCTO VOCES EN DOS COROS von CARLOS PATIÑO (1660-1675). Zelebrant war Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS.
Fotos: Katharina Thürriedl





Feuerfest der Firmlinge
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim Firmung, JugendAm Samstag, 21. März 2026, nahmen die Firmlinge der Pfarre Franz von Sales an „Feuerfest“ in der Votivkirche teil. 800 Firmlinge feierten nach einem Workshop am Nachmittag mit Erzbischof Josef Grünwidl die Heilige Messe. Das Feuerfest wird von der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien für junge Menschen, die sich auf die Firmung vorbereiten, organisiert. Dabei steht die Begegnung mit Gleichaltrigen, den Firmspendern (also den Priestern, die die Firmung spenden werden) und mit Gott im Mittelpunkt.
Fotos: Petra Distl







































































































