Bibliodrama in der Krim
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, KrimAm Mittwoch, 15. April 2026, fand im Grätzlzentrum Friedα Krim ein generationenübergreifender Bibliodrama-Abend statt. Pfarrer Pater Thomas Vanek OSFS begleitete die Teilnehmer:innen auf ihren individuellen und gemeinschaftlichen Wegen mitten in eine Bibelstelle hinein. Lebendige Erfahrungen im Glauben bereicherten diesen Abend sehr – und natürlich durften auch Speis und Trank nicht fehlen.
Fotos: Bianca Meusburger-Waldhardt








20 Jahre „Spätlese“
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von Sales SeniorentreffAm Dienstag, 24. April 2026, feierte die „Spätlese“, die Senior:innengruppe der Pfarre Franz von Sales, ihr 20-jähriges Jubiläum. Es begann mit einer feierlichen Heiligen Messse in der Krim-Kirche, danach folgte eine ebenso festliche Agape im Grätzlzentrum Friedα Krim. Die „Spätlese“ wurde 2006 von Renate und Herbert Melzer zusammen mit dem verstorbenen Pfarrer Pater Alois Haslbauer OSFS gegründet und seiher 14-tägig unzählige Veranstaltungen, Wanderungen, Reisen, Vorträge und vieles mehr durchgeführt.
Zu diesem Anlass wurde auch das Lied „Wir danken dir, Herr, dass du bei uns bist“ von Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS zu einem Spätlese-Jubiläums-Lied „Die Spätlese, Herr, feiert heut ein Fest“ umgetextet und von Pater Sebastian Leitner OSFS „uraufgeführt“:
Die Spätlese, Herr, feiert heut‘ ein Fest
Refrain:
Die Spälese, Herr, feiert heut‘ ein Fest und sie begeht es mit dir.
Die Freundschaft, die in uns lebendig ist, sie ist wahrlich ein Gottesgeschenk.
1. Wir danken dir, Herr, für das Zusammensein, Zeit der Freude und der Fröhlichkeit, die Reisen, das Wandern, schwungvoll und geeint, all diese Tage froher Heiterkeit.
2. Wir danken dir, Herr, dass du stets bei uns bist, Gott der Liebe und der Herzlichkeit. Du Hirte und Heiland, der uns nicht vergisst, sei hochgelobt in alle Ewigkeit.
Fotos: Gabi Dujmovits





























Salbungs- und Segnungsmesse im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, KrimDer 2. Sonntag der Osterzeit ist der „Sonntag der Barmherzigkeit“. Deshalb fand in der Kaasgrabenkirche an diesem Sonntag, 12. April 2026, die Salbungs- und Segnungsmesse statt, um die Barmherzigkeit Gottes vor allem für Kranke und Gebrechliche spürbar werden zu lassen. Zelebrant war Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS. Als besonderes Geschenk gab es extra für diesen Anlass gehäkelte Herzen.
Fotos: Sabine Neumann






Zweiter Ostersonntag in Glanzing
/in Fotoarchiv, Glanzing Goki, KiWoG, WokiAm Zweiten Sonntag der Osterzeit, 12. April 2026, fand in Glanzing eine Kinderkirche statt. Mit den Kindern wurden Dinge besprochen, die da sind, obwohl wir sie nicht sehen …Die Kinder fanden es besonders nett von Jesus, dass er Thomas, seinem Freund, auch die Wunden gezeigt hat.
Fotos: Johanna Binder






Fotos: Katharina Thürriedl



Einkehrtag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim„Gott lacht“ – sich vom wohlwollenden und liebenden Blick Gottes in Gemeinschaft beschenken lassen: Eine Gruppe machte sich am Samstag, 11. April 2026, im Kaasgraben gemeinsam auf den salesianischen Weg der kleinen Schritte, liebevoll betrachtet in Worten des heiligen Franz von Sales. In Augenblicken der Stille, der Selbstreflexion und des Austauschs in der Gruppe spürten wir salesianischer Spiritualität und Gottes Wirken in unserem Sein, in unserem Alltag nach. Außerdem entdeckten wir gemeinsam mit Pater Sebastian Leitner OSFS, warum Pokémon durchaus salesianische Qualitäten hat. Die geteilten Momente fanden ihre Vertiefung in einer Eucharistiefeier am Ende unseres Tages. Ein sehr beseelter Tag in Dankbarkeit!
Fotos: Bianca Meusburger-Waldhardt





Osterwanderung der Firmlinge
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim FirmungAm Samstag, 11. April 2026, fand die Osterwanderung der Firmling durch das Pfarrgebiet der Pfarre Franz von Sales statt: in der Krim erlebten die Jugendlichen den Palmsonntagseinzug Jesu und bei Fusswaschung und Brotbrechen den Gründonnerstag. Der Karfreitag mit Kreuzweg-Meditation in der Kaasgrabenkirche war sicherlich ein Highlight. In Glanzing hörten die Jugendlichen das Osterevangelium und durften im Garten Ostereier suchen.
Fotos: Petra Distl












Abend der Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen in der Krim
/in Fotoarchiv, Glanzing, Kaasgraben, Krim, Pfarre Franz von SalesAm Mittwoch, 8. April 2026, trafen sich die Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen in der Krim. Neben anfänglichem Bibelteilen und einer ausführliche Feedbackrunde machten sie sich Gedanken zur Zukunft der Gottesdienste. Sie sind fest davon überzeugt, dass Wortgottesdienste immer mehr vor Ort gebraucht werden und froh, dass es in der Pfarre Franz von Sales Menschen gibt, die bereit sind, Wortgottesdienste zu feiern. Das Liturgie-Team Krim erarbeitete ein Entwicklungskonzept, welches für das kommende Arbeitsjahr drei Workshopabende zum Thema Liturgie und Gottesdienste vorsieht. Der Abend klang mit kleinen Snacks und Getränken aus.
Fotos: Barbara Haider



Ostersonntag in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimOstersonntag, 5. April 2026. Das bedeutete in der Teilgemeinde Krim: Heilige Messse mit Kinderkirche samt Kinderbrunch und anschließender Schokosuche im Grätzlzentrum Friedα.
Fotos: Petra Distl
























Ostermorgen in Glanzing
/in Fotoarchiv, GlanzingDie Feier der Osternacht finden in Glanzing traditionell um 5.00 Uhr morgens statt: so auch am Sonntag, 5. April 2026: Segnung des Osterfeuers und der Osterkerze, Osterlob, Tauferneuerung, „Gebetsrahmen“-Fürbitten, eucharistisches Hochamt, Speisesegnung, Osterhalleluja und österliches Frühstück im Pfarrsaal. Zelebrant war Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS.
Stehen am Altar … eine uralte Tradition wiederbelebt
Für die Ministrant:innen wurde eine Tradition wiederbelebt, die auf das Konzil von Nicäa 325 nach Christus zurückgeht: Zum Zeichen dafür, dass der Mensch durch die Auferstehung Jesu neu aufgerichtet und seine einzigartige Würde neu geschenkt wurde, werde die Ministrant:innen während der gesamten Osterzeit beim Hochgebet nicht niederknien, sondern beim Altar stehen bleiben.
Fotos: Katharina Thürriedl











Fotos: Erich Klug



Osternacht in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimIn der Teilgemeinde Krim begann die Osternacht am Samstag, 4. April 2026, mit der Feuersegnung am Pater-Zeininger-Platz. Nach der feierlichen Osternachtsmesse gab es Osteragape & Jugend-Osterparty.
Fotos: Petra Distl



























Fotos: Doris Kiss-Haider






Fotos: Barbara Haider und Lukas Kobermann




Fotos: Franzi Wilhelm und Max Mörth


















Osternacht im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenOsterfeuer, eine stimmungsvolle Lichtinstallation, festliche Musik … so gestaltete sich die Osternachtsfeier der Teilgemeinde Kaasgraben am 4. April 2026. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS. In seiner Predigt sagte er Folgendes:
Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche
Von Rosa Elefanten, Spaghetti Eis und Schmetterlingsgefühlen
Rosa Elefanten
Wir haben alles angesprochen. Alles ist ausgesprochen. Der Judas in mir, der Johannes der Täufer in mir und meine Butterseite. Gott stellt sich uns, wie wir sind: er stellt keine Bedingungen, er stellt sich uns, so wie wir sind. Die rosa Elefanten bzw. die Lila Kuben, die in der Karwoche immer mehr Raum eingenommen haben, gehen in den Hintergrund. Alles was uns beschäftigt geht in den Hintergrund, weil alles was Gott beschäftigt, das Licht und die Wärme seiner Liebe ist:
And nothing else matters.
Rosa Elefanten und Lila Kuben dürfen sein, aber sie werden in den Hintergrund des göttlichen Lebens gestellt. Gott liebt erstens, und zweitens anders als du denkst. Gott lässt sich nicht planen. Gott ist einfach da. Mitten unter den Menschen. Der Hocker neben der Osterkerze mitten unter den Menschen ist sein Platz. Einfach. Anders. Praktisch. Beweglich.
And nothing else matters.
Spaghetti Eis
Ich hatte gestern das lustigste Karfreitagsgespräch. Ich habe mich mit Marcel über Spaghetti Eis unterhalten. Für ihn ist es Vanille Eis mit roter Sauce, ich habe an Maroni-Reis mit Schlagobers gedacht. So ist das mit dem Leben. Beide sagen dasselbe, und meinen etwas ganz anderes. Ich meine, das ist ein schönes Bild für Gott und unsere Vorstellung von Gott. Vielleicht helfen auch Ihnen die Kuben weiter. So als ob Gott sich einfangen lassen würde. So als ob Gott sich beschränken lassen würde. Liebe aber quillt über und lässt sich nicht auf Kuben beschränken.
And nothing else matters
Gott lässt sich nicht eingrenzen. Gott ist weder Katholik, noch Protestant, Gott ist weder Jude, noch Muslim, Gott ist weder Atheist, noch Kirchenbeitragszahler: Gott ist einfach, und immer da, wo ein Mensch, dem anderen die Hand reicht, vergibt, umarmt, drückt, positiv motiviert, wo ein Mensch, den eigenen Wert entdeckt, den Wert des anderen fördert, das Leben in Fülle für jede und jeden ersehnt, ermöglicht, erbittet, und auf Respektlosigkeit, Demagogie, Arroganz und Bitterkeit verzichtet. Gott ist einfach da. Auch im Spaghetti Eis.
And nothing else matters
Schmetterlingsgefühle
Du kannst dich übrigens immer anders entscheiden. Du kannst Raupe bleiben. Du kannst fressen und fressen, du kannst anhäufen und anhäufen, du kannst vergelten und vergelten, du kannst Krieg führen und Krieg führen, du kannst hassen und hassen, du kannst schweigen und schweigen, du kannst niederreden und niederreden, du kannst ruhig Raupe bleiben. Gott liebt dich so oder so.
And nothing else matters.
Aber du kannst die österliche Metamorphose auch zulassen. Gott drängt sich dir nicht auf, er schenkt sich dir nur hin. Du kannst fliegen, wenn du willst, und du kannst strahlen. Du kannst dich von deiner schönsten Seite zeigen, und vom Glauben geprägt, dein Leben so gestalten, dass Ostern nicht einfach ein cooles Fest ist, sondern der erste Tag deiner Metamorphose. Hab keine Angst. Gott liebt dich so oder so.
And nothing else matters. Guten Flug.
Fotos: Sebastian Leitner OSFS










Karfreitag in Glanzing
/in Fotoarchiv, GlanzingBei der sehr stillen, aber dafür umso berührenderen Karfreitagsliturgie in der Teilgemeinde Glanzing am 3. April 2026 ging es um das Thema „Hören“. Jesus, der bei seinem Tod am Kreuz das Haupt neigt, wendet uns sein Ohr zu und macht uns damit deutlich, dass er uns zuhören will.
Fotos: Katharina Thürriedl





Karfreitag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenDas Thema der Karfreitagsliturgie im Kaasgraben am 3. April 2026 lautete: „Gott zieht es durch“. Dazu predigte Pater Sebastian Leitner OSFS Folgendes:
Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche
Gott zieht das durch. Vow.
Mein erster Gedanke heute gilt einem guten Freund. Er kämpft mit seinem Blut.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein zweiter Gedanke gilt seiner Frau. Sie ist liebevoll präsent.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein dritter Gedanke gilt all jenen, die an Gott verzweifeln, obwohl Gott nichts dafür kann. Gott ist kein „Ich hau dir ein Hackel rein – Gott“. Gott ist ein „Ich bin da Gott“ und ein „Ich bleib da Gott.“
Gott zieht das durch. Vow.
Mein vierter Gedanke gilt allen Opfern von Gewalt und Krieg und Missbrauch und Schamlosigkeit. Sie mögen Kraft aus einem Gott schöpfen, der mit-leidet, mit-stirbt, mit-blutet, mit-ausgenützt wird.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein fünfter Gedanke gilt meinem Freund Marcel, mit dem ich lachen kann, weil er „da“ und „dort“ anders verwendet als ich. Gott ist „da“ und „dort“. Für Gott haben Sprachbarrieren und Grenzen gar keine Bedeutung. Für Gott haben Altersunterschiede keine Bedeutung. Für Gott zählt nur seine Liebe für dich. Und dich. Da und dort.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein sechster Gedanke gilt den Unversöhnlichen, den Hardlinern, denen, die nicht über ihren Schatten springen können, den Kopflastigen, denen, die sich nicht lieben lassen können, oder wollen, denen, die die Würde eines einzigen anderen Menschen nichts bedeutet. Für Gott ist jede und jeder wichtig.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein siebter Gedanke gilt den Kunstschaffenden. Sie offenbaren ihr Inneres um ins Nachdenken zu kommen, um unterwegs zu bleiben. Gott genießt die Glaubende, den Hoffenden, die Fragende, den Suchenden, die Findende.
Gott zieht das durch. Vow.
Mein letzter Gedanke nimmt alle anderen mit in das heutige Geschehen: die Witwe, den Sturkopf, die Geliebte, der Gefangene, die Klerikale, der Komplizierte, die Mitdenkende, der Oberflächliche, die Stille, der Marktschreier, die Mutter, der Großvater, die Winzerin, der Schönheitschirurg, den Gottverlassenen, die Fromme, jede und jeden.
Gott zieht das durch. Gestern. Heute. Morgen. Karfreitag tut weh. Karfreitag ist wohltuend.
So ist Gott. Liebe bis zum Ende. Das Kreuz ist da, aber es ist nicht das Ende. Gottes Liebe endet nicht. Amen.
Fotos: Sebastian Leitner OSFS









Karfreitag in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimAm Freitag, 3. April 2026, fand in der Krim-Kirche eine stimmungsvolle Karfreitagsliturgie statt, in deren Mittelpunkt die Kreuzverehrung durch Blumen stand. Ebenso eindrucksvoll gestaltete sich das Heilige Grab vor der Taufkapelle.
Fotos: Gregor Pozniak





Fotos: Christiane Haendel und Doris Kiss-Haider




Gründonnerstag im Kaasgraben
/in Fotoarchiv, KaasgrabenDie Farbe Rot stand im Mittelpunkt der Liturgie vom Letzten Abendmahl Jesu am Gründonnerstag, 2. April 2026, in der Teilgemeinde Kaasgraben. Zuerst wurde im Saal gefeiert, nach der Abendmahlsfeier folgte die Ölbergandacht in der Kirche. Zelebrant war Pater Sebastian Leitner OSFS. Er sagte in seiner Predigt Folgendes.
Schwestern und Brüder, liebe Kinder und Jugendliche
Rot: Drei rote Gedanken, zum Mitnehmen nach Hause.
Rot 1 – Blutrot
Das Blut geschlachteter Tiere auf den Türpfosten der Israeliten als äußeres Zeichen für Gott, dieses Haus zu verschonen. So haben wir die erste Lesung gehört. Altes Denken. Gott hat in Christus längst kommuniziert, dass jede, jeder es ihm wert war und ist. Warum können wir immer noch davon reden, dass es die einen gibt, die Gott rettet, und die anderen, die Gott angeblich verachtet. Gott hat in Jesus etwas ganz andres kommuniziert. Sein Blut hat er vergossen, damit jede und jeder leben kann.
Das Lebensprinzip der Costa-Ricaner heißt Pura Vida. Dieses blutrote T-Shirt mit der Aufschrift Pura vida hat mir eine Gruppe von Freunden geschenkt. Einer von ihnen kämpft derzeit mit Verunreinigungen in seinem Blut, die sein Leben bedrohen. An ihn denke ich jetzt und an alle Verunreinigungen, die unser Blut ins Stocken bringen, unsere Liebesfähigkeit schmälern, und unser Herz hart werden lassen. Wenn wir heute vom Blut Christi trinken, bitten wir Gott, er möge unsere Herzen mit göttlichem Blut versorgen, das endlich mit der Mähr aufhört, dass es Menschen verschiedener Klassen und Rassen gibt. Pura vida gilt jeder und jedem, und wenn wir heute dieses Mahl feiern, dann ist es das, was wir feiern: Gott will das liebende Leben. Dafür hat er sein Blut vergossen. Rot 1 – Blutrot.
Rot 2 – Filzrot
Sie kennen dieses Filzrot. Wer sich im Kaasgraben in die Kirchenbänke setzt, oder auf die Sessel, setzt seinen Allerwertesten auf dieses Filzrot. Das Teilnehmen am eucharistischen Mahl wird angenehmer gemacht. Ein schönes Bild, wie ich meine.
Gott lädt jede und jedem zum Mahl ein. Dich und mich. Wir werden heute daran erinnert Menschen immer mehr zu werden und zu sein, die anderen von der Zuneigung Gottes erzählen. Warum grenze ich aus? Warum bin ich eiskalt? Warum lege ich Steine in den Weg? Warum stelle ich mich über die andere, den anderen?
Bei manchen Kirchenbänkenkonstruktionen habe ich mir schon öfters die Frage gestellt, ob sie nicht absichtlich so gebaut wurden, dass sie unbequem sind, dich zum Niederknien quasi zwingen. Gottes Art und Weise ist das aber nicht. Liebevoll, immer neu vergebend, immer wieder stärkend, selbst den Allerwertesten schonend bin ich eingeladen, es Gott in Jesus gleich zu machen. Rot 2 – Filzrot
Rot 3 – Schalrot
Einer meiner Lieblingsschale ist dieser rote Schal, der mir vor Jahren von einer Versicherung geschenkt wurde, eine Versicherung, die mit dem Slogan „Keine Sorgen“ wirbt. Wie akurat für heute.
Nach der Predigt lade ich euch ein, einander gegenseitig die Hände zu salben. Ein kleines Kreuz auf jeden Handrücken, mit Krankenöl. Du und ich, wir können einander salben, und uns dabei der Berührung Jesu bei der Fußwaschung erinnern. Wir können uns dabei zusprechen. Keine Sorgen. Gott liebt dich. Und es ist tatsächlich so. Gott zeigt sich heute von seiner stärksten Seite: sein Dienst am Menschen ist ergreifend. Gott macht sich klein, Gott dient, Gott vergibt, Gott berührt, Gott ist sich nicht und niemals zu schade, den Menschen liebevoll daran zu erinnern, dass auf Gott Verlass ist. Und du. Du kannst dich auch auf ihn verlassen. Komme was wolle; Zweifle was wolle; Ärgere was wolle; Falle was wolle; Geh den falschen Weg was wolle: er spricht dir zu: Keine Sorgen. Ich, dein Gott, bin verlässlich und verlasse dich nicht. Niemals. Rot 3 – Schalrot.
Rot 1 – Blutrot – Herr, lass mich lieben – in deinem Namen.
Rot 2 – Filzrot -Herr, lass mich weich sein – in deinem Namen.
Rot 3 – Schalrot – Herr, lass mich Zuversicht ausstrahlen – in deinem Namen.
Amen.
Fotos: Sebastian Leitner OSFS




Gründonnerstag in der Krim
/in Fotoarchiv, KrimDie Teilgemeinde Krim gestaltete die Feier des letzten Abendmahles am Gründonnerstag, 2. April 2026, als Familienmesse mit anschließender Agape. Das Thema lautete: „Hier fängt Zukunft an“.
Beim Abdecken des Altares am Schlusss der Heiligen Messe sagte Zelebrant Pfarrer Pater Thomas Vanek OSFS:
„Liebe Gemeinde, wir kommen nun zum wohl schwersten Moment dieses Abends. Nach dem festlichen Abendmahl folgt der Weg in die Nacht. Wir räumen den Altar leer – so wie Jesus in dieser Nacht alles genommen wurde: seine Freunde, seine Kleider, seine Würde und schließlich fast sein Gottvertrauen. Während der Altar nun Stück für Stück kahl und bloß wird, beten wir die Worte, die Jesus selbst am Kreuz geschrien hat. Es ist der Schrei nach Gott in tiefster Verzweiflung. Wir laden Sie ein, diesen Weg in die Stille und die Dunkelheit mitzugehen.“
Psalm 22 in modernen Worten
V: Gott, mein Gott, wo bist du? Warum hast du mich allein gelassen? Ich schreie um Hilfe, aber du scheinst meilenweit weg zu sein. Den ganzen Tag rufe ich deinen Namen, doch es kommt keine Antwort. In der Nacht finde ich keine Ruhe, nur dieses Schweigen.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Ich komme mir nicht mehr vor wie ein Mensch. Die Leute schauen auf mich herab, sie tuscheln hinter meinem Rücken. Sie lachen mich aus und sagen: „Soll er doch seinen Gott rufen! Wenn Gott ihn so liebt, wird er ihm schon helfen.“
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Meine Kraft ist am Ende, sie ist verflossen wie verschüttetes Wasser. Mein Herz ist wie Wachs, es schmilzt in meiner Brust vor Angst. Ich bin innerlich ausgetrocknet, meine Kehle brennt. Ich liege im Staub, als wäre ich schon längst tot.
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
V: Sie umringen mich wie hungrige Hunde, die mich jagen. Sie starren mich an und weiden sich an meinem Elend. Sie nehmen mir alles, was ich besitze, und teilen es unter sich auf. Du aber, Gott, bleib nicht fern! Du bist meine einzige Stärke. Komm mir zu Hilfe – jetzt!
Alle: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Fotos: Veronika Kleibel



























Fotos: Walter Zahel




































