Einladung zur Mitgestaltung der Familienmessen im Kaasgraben

In der Teilgemeinde Kaasgraben finden regelmäßig Familienmessen statt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei mitgestalten. Sie können sich per E-Mail bei s.neumann@franzvonsales.at melden.

Regenbogenfahne an der Krim

Im Monat Juni, dem „pride month“, wird das Einstehen für die Rechte von LGBTIQ+ – Menschen (lesbische Frauen, schwule Männer, Bisexuelle, trans*- und *inter- Menschen) an vielen Orten besonders zum Ausdruck gebracht.

Immer noch erleben Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität moralische Abwertung und mangelnden Respekt – auch seitens Vertreter:innen der katholischen Kirche. In diesem Sinne ist es uns besonders wichtig, ein klares Zeichen der vollkommenen Akzeptanz zu setzen.

Gottes geliebte Kinder sind mit unterschiedlicher sexueller Identität und Orientierung geboren – und das ist gut so. Der Regenbogen ist als christliches Zeichen der Hoffnung und des Bundes Gottes mit allen Menschen für uns ein sehr passendes
Symbol.

Für Rückfragen stehen die Mitglieder des Gemeindeausschusses gerne zur Verfügung.

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Musical „Godspell“: VIDEO erhältlich

MUSICAL „GODSPELL“ IN GLANZING: VIEDEOAUFNAHME ERHÄLTLICH

Die DVD-Aufnahme der Vorstellung vom März 2026 können Sie im Pfarrbüro bestellen und anschließend abholen. Kosten: 20,- EUR.

Aufgrund des großen Erfolges gibt es weitere Aufführungen im Herbst:

Die Termine

Freitag, 2. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Samstag, 3. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Sonntag, 4. Oktober 2026, 18.00 Uhr

Ort: Kirche Glanzing, Krottenbachstraße 120, 1190 Wien

Mindestspende:

Erwachsene (ab 18 Jahre): 23,- EUR
Kinder/Jugendliche: 10,- EUR

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Bau der Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Krim-Kirche der Pfarre Franz von Sales sowie das Saint-Joseph-Internat in Alfa-Kpara im Nordosten des westafrikanischen Landes Benin, das von den Oblaten des hl. Franz von Sales betreut wird.

Kartenverkauf und Tickets

Ab September im Pfarrbüro Pfarre Franz von Sales (01) 368 45 87-0

Kartenreservierung via Email ab sofort über doris.kisshaider@gmail.com

Thaterkollektiv Krim: KUNST

Künstliche Aufregung um ein weißes Bild – noch zweimal spielt das Theaterkollektiv Krim KUNST

Yasmina Rezas legendäre Komödie sorgte für Tränenlachen am ersten Spielwochenende. Die drei Schauspieler begeisterten auf ganzer Linie – und freuen sich auf die beiden letzten Vorstellungen.

Das Publikum der ersten drei Vorstellungen war begeistert. „Ich habe selten so viel geweint vor Lachen“ war wohl das Kompliment, das am besten zum Stück passt. Drei Freunde – Marc, Serge und Yvan – gespielt von Wolfgang Fessler, Daniel Schwarz und Jonathan Hartweger, die innerhalb des Stückes von besten Freunden zu nahezu erbitterten Feinden werden, weil Serge sich ein Bild gekauft hat, das Marc nicht gefällt. 

Im Lauf der Szenen spitzt sich die Situation zu. Geht es anfangs noch um das weiße Bild, rechnen die drei schließlich schonungslos mit dem jeweiligen Lebenskonzept, den Lebensgefährtinnen der anderen, und ihrer Freundschaft selbst ab. Dabei entstehen Situationen, die so komisch-tragisch sind, dass man nicht anders kann, als loszulachen. 

Simon Leibnitz schafft eine schlichte, moderne Stimmung mit seinem E-Bass und seinen Beatbox-Künsten. Die drei Schauspieler nehmen sich dem Text mit viel Leichtigkeit und Spielfreude an und entfalten ihre Rollen mit einer unglaublichen Kraft.

Das Theaterkollektiv Krim spielt gegen eine freie Spende – der gesamte Reinerlös kommt der Caritas der Pfarre Franz von Sales sowie Hunger auf Kunst und Kultur zugute.

Ein paar Karten gibt es noch für die letzten beiden Vorstellungen.

Fotos: Medea Karbus

Danke Ostermarkt!

DANKE FÜR DIE SPENDEN AM OSTERMARKT GLANZING!

Der Gesamterlös vom Ostermarkt in Glanzing beträgt 860,- EUR. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich kreativ beteiligten und die gespendet haben. Die eine Hälfte des Erlöses kommt unserer Grätzlsozialarbeit zugute, die andere Hälfte den Rückzahlungen für die Umbauarbeiten der Pfarre.

DANKE FÜR DIE SPENDEN AM OSTERMARKT KRIM!

Das Kreativteam hat aus dem Erlös des Ostermarkts in der Krim 1.575,- EUR für den Friedα-Umbau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank allen Helfer:innen und Spender:innen.

20 Jahre „Spätlese“

Am Dienstag, 24. April 2026, feierte die „Spätlese“, die Senior:innengruppe der Pfarre Franz von Sales, ihr 20-jähriges Jubiläum. Es begann mit einer feierlichen Heiligen Messse in der Krim-Kirche, danach folgte eine ebenso festliche Agape im Grätzlzentrum Friedα Krim. Die „Spätlese“ wurde 2006 von Renate und Herbert Melzer zusammen mit dem verstorbenen Pfarrer Pater Alois Haslbauer OSFS gegründet und seiher 14-tägig unzählige Veranstaltungen, Wanderungen, Reisen, Vorträge und vieles mehr durchgeführt.

Zu diesem Anlass wurde auch das Lied „Wir danken dir, Herr, dass du bei uns bist“ von Pfarrvikar Pater Herbert Winklehner OSFS zu einem Spätlese-Jubiläums-Lied „Die Spätlese, Herr, feiert heut ein Fest“ umgetextet und von Pater Sebastian Leitner OSFS „uraufgeführt“:

Die Spätlese, Herr, feiert heut‘ ein Fest

Refrain:
Die Spälese, Herr, feiert heut‘ ein Fest und sie begeht es mit dir.
Die Freundschaft, die in uns lebendig ist, sie ist wahrlich ein Gottesgeschenk.

1. Wir danken dir, Herr, für das Zusammensein, Zeit der Freude und der Fröhlichkeit, die Reisen, das Wandern, schwungvoll und geeint, all diese Tage froher Heiterkeit.

2. Wir danken dir, Herr, dass du stets bei uns bist, Gott der Liebe und der Herzlichkeit. Du Hirte und Heiland, der uns nicht vergisst, sei hochgelobt in alle Ewigkeit.

Fotos: Gabi Dujmovits

Musical „Godspell“: Neue Termine

Aufgrund des großen Erfolges gibt es weitere Aufführungen im Herbst:

Die Termine

Freitag, 2. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Samstag, 3. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Sonntag, 4. Oktober 2026, 18.00 Uhr

Ort: Kirche Glanzing, Krottenbachstraße 120, 1190 Wien

Mindestspende:

Erwachsene (ab 18 Jahre): 23,- EUR
Kinder/Jugendliche: 10,- EUR

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Bau der Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Krim-Kirche der Pfarre Franz von Sales sowie das Saint-Joseph-Internat in Alfa-Kpara im Nordosten des westafrikanischen Landes Benin, das von den Oblaten des hl. Franz von Sales betreut wird.

Kartenverkauf und Tickets

Ab September im Pfarrbüro Pfarre Franz von Sales (01) 368 45 87-0

Kartenreservierung via Email ab sofort über doris.kisshaider@gmail.com

Abend der Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen in der Krim

Am Mittwoch, 8. April 2026, trafen sich die Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen in der Krim. Neben anfänglichem Bibelteilen und einer ausführliche Feedbackrunde machten sie sich Gedanken zur Zukunft der Gottesdienste. Sie sind fest davon überzeugt, dass Wortgottesdienste immer mehr vor Ort gebraucht werden und froh, dass es in der Pfarre Franz von Sales Menschen gibt, die bereit sind, Wortgottesdienste zu feiern. Das Liturgie-Team Krim erarbeitete ein Entwicklungskonzept, welches für das kommende Arbeitsjahr drei Workshopabende zum Thema Liturgie und Gottesdienste vorsieht. Der Abend klang mit kleinen Snacks und Getränken aus.

Fotos: Barbara Haider

Aufgerichtet in Glanzing

Seit der frühmorgendlichen Auferstehungsfeier am Ostersonntag bis zum Pfingstsonntag bleiben die Ministrantinnen und Ministranten in der Glanzinger Kirche bei der Wandlung stehen – anstatt wie sonst zu knien. Was steckt dahinter?

In seinem Kanon 20 legte das Erste Konzil von Nicäa, dessen 1700-jähriges Jubiläum die Kirche letztes Jahr feierte, fest: An Sonntagen und in der Pentekoste (gesamte fünfzigtägige Zeit von Ostern bis Pfingsten) soll stehend gebetet werden. Eine Praxis, die die Orthodoxen Kirchen übrigens bis heute konsequent aufrecht halten.

Der Mensch ist durch Christus aufgerichtet

Der Gedanke dahinter ist, Ostern bedeutet nicht nur: Christus lebt; Ostern bedeutet: der Mensch ist durch Christus im Paschamysterium aufgerichtet, seine Würde wurde wiederhergestellt und ihm ist darin und dadurch Anteil am auferstandenen Herrn Jesus Christus gegeben.

Viele haben vielleicht die Epistel der Osternacht im Ohr: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln (Röm 6,4). Ins selbe Horn stößt der Epheserbrief: Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade sind wir gerettet. Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz in den himmlischen Bereichen gegeben, um in den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zu zeigen, in Güte an uns durch Christus Jesus (Eph 2,4-7). Durch Jesu göttliche Macht sind uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit wir durch diese Anteil an der göttlichen Natur erhalten und dem Verderben entfliehen (2 Petr 1,4); wir sind der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm (1 Kor 12,27).

Liturgie mit dem Körper

Die Liturgie spricht nicht nur mit Worten, sondern auch mit dem Körper. Während Knien für Buße und Niedrigkeit steht, verkörpert Stehen Auferstehung und Würde. Wer in der Osterzeit kniet, widerspricht ungewollt dem, was die Liturgie eigentlich verkündet. Die österliche Praxis ist auch zeitlich klar zu fassen: Stehen von der Osternacht bis einschließlich Pfingstsonntag, Knien wieder ab dem Pfingstmontag (Beginn der Zeit im Jahreskreis). So wird die Osterzeit als zusammenhängende Einheit sichtbar – und ihr Abschluss bewusst markiert.

Dies erscheint überaus zweckmäßig, denn: In vielen Gemeinden, auch bei uns in Glanzing, sehen manche eine auffällige Verschiebung: Die Fastenzeit wird mit großem Einsatz gestaltet – mit Themen, Symbolen, Predigtreihen, einem klaren „roten Faden“ etc. Die Osterzeit hingegen, obwohl sie die höchste Festzeit und das eigentliche Zentrum des christlichen Glaubens ist, verliert oft rasch an Kontur und Präsenz im gemeindlichen Leben. Was als eine einzige fünfzigtägige Feier der Auferstehung gedacht ist, zerfällt faktisch in einzelne, kaum verbundene Hochfeste und Sonntage. Diese Schieflage ist nicht nur pastoral unglücklich, sie ist auch theologisch problematisch. Gerade deshalb braucht die Osterzeit sichtbare, durchgehende Zeichen, die ihre innere Einheit und ihre zentrale Bedeutung erfahrbar machen. Ein solches Zeichen, einfach und zugleich tief, will der Glanzinger Altardienst setzen.

Die Praxis des Stehens in der Osterzeit bedeutet aber keinen Verzicht auf Ehrfurcht. Die Kniebeuge vor dem Allerheiligsten (z.B. beim Betreten oder Verlassen des Kirchenraums einschließlich des liturgischen Ein- und Auszugs) bleibt selbstverständlich als Zeichen der Verehrung und Anbetung bestehen. Der Unterschied ist bewusst zu beachten: Kniebeuge als kurze Geste der Ehrfurcht und Gegenwart Christi – Gebetshaltung des Kniens als Ausdruck von Buße und Niedrigkeit. In der Osterzeit tritt die Kirche betend vor Gott, nicht in erster Linie kniend, sondern stehend als aufgerichtete Gemeinschaft der Erlösten. So verbinden sich Ehrfurcht vor der Gegenwart Christi und Freude über die Auferstehung, die den Menschen aufrichtet.

Ostern sichtbar machen

Der liturgische Dienst verzichtet in der gesamten Osterzeit bewusst auf das Knien, um die österliche Wirklichkeit nicht nur zu verkünden, sondern sichtbar zu leben. Das bewusste Stehen ist kein nebensächliches Detail. Es ist ein klares, körperlich erfahrbares Bekenntnis: Christus ist auferstanden! Der Mensch ist aufgerichtet! Die Kirche steht vor Gott als Erlöste!

Christian Puck

Ein gesegnetes Osterfest

„Mit welcher Freude wurde die Schar der Apostel erfüllt, als sie den Erlöser nach der Auferstehung in ihre Mitte zurückkehren sahen und er sagte: Friede sei mit euch!“
Franz von Sales (DASal 9,52)

Die Pfarre Franz von Sales wünscht allen ein gesegnetes Osterfest!


„Kunst“ – Bald ist Premiere

Am 17. April 2026 ist die Premiere des Theaterstücks „Kunst“ von Yasmina Reza – eine Komödie über drei Freunde – präsentiert vom Theaterkollektiv Krim im Grätzlzentrum Friedα Krim – 1190, Pater-Zeininger-Platz 1. Das Stück verspricht einen sehr lustigen Abend.

Anstatt festgesetzter Preise wird um Spenden gebeten, die je zur Hälfte an die Pfarrcaritas und an die Organisation „Hunger auf Kunst und Kultur“ gehen.

DANKE Musical „Godspell“!

Die Aufführungen des Musicals „Godspell“ in der Glanzinger Kirche waren ein großer Erfolg. Das gilt nicht nur für die künstlerische Leistung aller Mitwirkenden, sondern auch für die gesammelten Spenden: 14.300,- EUR.

Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spendern.

Die Spenden kommen je zur Hälfte (7.150,- EUR) dem Bau der PV-Anlage am Dach der Krim-Kirche sowie dem Schulprojekt der Sales-Oblaten in Benin zugute.

Patenschaft für zwei „Steine des Gedenkens“

Die Pfarre Franz von Sales hat die Patenschaft für zwei „Steine des Gedenkens“ übernommen.

Sie sind in 1190 Wien, Pyrkergasse 23, am Gehsteig angebracht und erinnern an Familie Rosé, die dort bis zur „Arisierung“ ihrer Wohnung lebte. Arnold Rosé war Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und konnte sich 1939 nur durch eine Flucht nach England vor dem NS-Regime retten. Seine Frau Justine Rosé war nach schwerer Krankheit bereits im August 1938 verstorben. Tochter Alma Rosé, eine Geigern, wurde nach einer Flucht durch mehrere europäische Länder in Frankreich gefangengenommen und 1944 im KZ Auschwitz ermordet.

„Godspell“: Atemberaubende Theo-Dramatik

Das Musical „Godspell“ in der Glanzinger Kirche begeistert und bewegt

Die Glanzinger Kirche der Pfarre Franz von Sales verwandelte sich erneut in eine Musicalbühne. Nach dem großen Erfolg des Musicals „Die Baronin“ 2023, fand am Freitag, 6. März 2026, die Premiere von „Godspell“ statt, eine moderne Version über das Leben Jesu, das 1970 durch John Michael Tebelak (Text) und Stephen Schwartz (Musik) entstand und sehr erfolgreich am Broadway aufgeführt wurde und als Film in die Kinos kam.

Die Aktualität der Botschaft Jesu

„Godspell“ – dieses Wort kann mehrfach übersetzt werden: Gott buchstabieren, interpretieren, Gottes Zauber, Segen oder Fluch. Die Glanzinger Neuinszenierung unter der Regie von Alexander Thorwartl, von dem auch die Idee und das Konzept für das wunderbare Bühnenbild stammt, macht aus „Godspell“ ein atemberaubendes Theodrama, das nicht nur die rockig-souligen, swingenden und gospelhaften Musikstücke des Originals unter der musikalischen Leitung von Florian Schwarz fulminant zur Geltung bringt. Auf beeindruckende Weise setzt das Stück die durchaus schmerzhafte Aktualität der Botschaft Jesu für das 21. Jahrhundert in Szene. Krieg, Hass, Gewalt und Terror werden dabei genauso ins Visier genommen, wie die Ausbeutung durch Wirtschafts- und Finanzmärkte, multinationale Konzerne und Aktienspekulanten. Dazu noch Hunger, Flüchtlingswellen, Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung, Extremismus, der manipulative Einfluss der neuen Kommunikationsmittel und künstlichen Intelligenz, Globalisierung, Klimawandel und Zerstörung der Umwelt und ja, auch die Kirche, die sehr oft vergisst, den Kern der Botschaft Jesu in die Tat umzusetzen: die Liebe zu Gott, zur Schöpfung, zu den Menschen und zu sich selbst.

Mehr als vierzig Mitwirkende – Sänger:innen, Musiker:innen, Choreographie, Kostüme, Bühnenbild, Licht- und Tontechnik, Buffet – und weitere zahlreiche Helferinnen und Helfer tragen mit ihren geradezu erstaunlichen Fähigkeiten und Talenten dazu bei, dass die hochaktuelle Bedeutung der zweitausendjahre alten Geschichte des Jesus von Nazaret, seine Gleichnisse, Zeichenhandlungen, Heilungen und Botschaften, sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung sehr eindringlich zur Geltung kommen. Am Ende steht die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der es keine Tränen, kein Leid und nichts Böses mehr gibt. Die mitreißende Hymne „Prepare ye the way of the Lord“ steht am Beginn und am Ende. Es ist die Botschaft des Täufers Johannes, der in der Wüste zur Umkehr ruft: „Bereitet den Weg des Herrn!“, damit diese Welt nicht ins Chaos stürzt, sondern zu dem wird, wozu Gott, der vom Menschen nur allzu gerne vergessen oder gar für tot erklärt wird, seine Schöpfung erschaffen hat.

Spenden für einen guten Zweck

Die Aufführungen des Musicals „Godspell“ dienen einem guten Zweck. Die Mitwirkenden, die sich fast alle ehrenamtlich engagieren, sammeln Spenden für den Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Krim-Kirche der Pfarre Franz von Sales, sowie für ein Schulprojekt, das von den Oblaten des hl. Franz von Sales im westafrikanischen Land Benin geleitet wird.

Am Freitag, 13. März um 19.30 Uhr (bereits ausverkauft!), und am Samstag, 14. März 2026 um 18.00 Uhr gibt es noch die Möglichkeit, dieses großartige und sehr bewegende Stück erleben.

Herbert Winklehner OSFS

Fotos: Barbara Wirl – www.wirlphoto.at

Danke Fastensuppenessen!

ERGEBNIS DES FASTENSUPPENESSENS
Für die Aktion der Katholischen Frauenbewegung „Teilen spendet Zukunft“ wurden 2530,75 EUR gespendet. Vielen herzlichen Dank allen Köch:innen und Spender:innen!

Der Gebetsrahmen in Glanzing

Seit Beginn der Fastenzeit 2026 befindet sich in der Vorkapelle der Kirche von Glanzing ein besonderer „Gebetsrahmen“. Die Idee dahinter: Halte einen Moment inne, wähle eine Farbe und lass die Schleife deine Bitte sein:

Hellblau- für Familie und Freund:innen
Gelb – für ein gutes Miteinander
Rot – für kranke Menschen
Blau – für traurige Menschen
Grün – für die Welt

Jede und jeder ist während der gesamten Fastenzeit dazu eingeladen, seine Gebetsbitte mit einer Schleife an diesem Gebetsrahmen anzubringen. Bei der Sonntagsmesse wird dann dieser Rahmen vor den Altar gestellt und bei den Fürbitten besonders an die Anliegen dieses Gebetsrahmens gedacht.

Fotos: Katharina Thürriedl

Danke den Sternsinger:innen

Heuer waren viele Sternsinger:innengruppen in der Pfarre unterwegs. Gemeinsam haben sie 31.789,74 EUR für die Dreikönigsaktion gesammelt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die gespendet haben, und an alle Sternsinger:innen und Begleiter:innen, die uns so tatkräftig unterstützt haben!

22 Tage Notquartier für ukrainische Geflüchtete

22 Tage lang waren Räume der Pfarre Franz von Sales Notquartier für Geeflüchtete aus der Ukraine: vom 19.1.-1.2. 2026 der Saal im Kaasgraben, vom 1.2. – 8.2. 2026 das Grätzlzentrum Frieda Krim. Ein paar Blitzlichter als Resumée:

A wie Anlaufstelle für diverse Probleme

Verschiedenste Menschen kontaktieren uns mit Problemen, die über ein Notquartier weit hinausgehen: Lebensmittel, medizinische Akutversorgung ohne Versicherung, Kosten für das Begräbnis der Mutter, Jobs, Wohnungen und mehr. In den meisten Fällen können wir weiterhelfen.

B wie Bestens nutzbare Räume

Sowohl der Orden der Oblaten des heiligen Franz von Sales (Kaasgraben), als auch die Pfarre Franz von Sales (Grätzlzentrum Frieda Krim) stellen ihre Räumlichkeiten noch am Tag der Anfrage durch die Caritas Wien mit einer Selbstverständlichkeit zur Verfügung, die überhaupt nicht selbstverständlich ist.

E wie Enorme tätige Hilfe

Hunderte sind bereit, anzupacken. 79 Menschen tragen sich für Dienste vor Ort ein, viele weitere decken Spezialaufgaben (Kochen, Dolmetschen, Autofahren, Transporte, Duschmöglichkeiten etc.) ab. 159 Leute in der WhatsApp- und Signal-Gruppe begleiten uns aktiv. Der mentale Rückhalt ist unglaublich und stärkt uns sehr.

G wie Geringere Zahl an Geflüchteten als angekündigt

Wir stehen im Kaasgraben für bis zu 30, in der Krim für bis zu 70 Geflüchtete bereit und legen die Planung auf diese Anzahl aus. Das offiziell für Neuaufnahmen geschlossene öffentliche Notquartier nimmt unerwarteterweise unter der Hand weiterhin Menschen auf, was grundsätzlich wunderbar ist, aber eine Planung für uns unmöglich macht.

H wie Hohe Geldspenden

Die Spendenbereitschaft ist überwältigend und deckt nicht nur alle Ausgaben gut ab, sondern ermöglicht auch umfassende weitere Hilfe für Geflüchtete. Denn wie der Caritas-Direktor sagt: wir laufen hier keinen Sprint, sondern einen Marathon.

Ö wie Öffentliche Grundversorgung

Zwei unserer liebsten Gäste werden einem Grundversorgungsquartier in Niederösterreich zugewiesen. Die dortigen Zustände (u.a. ein WC und eine Dusche für 39 Bewohner, viel zu wenig Essen) machen uns fassungslos.

S wie Sehr viel Unterstützung durch andere Geflüchtete

Die Zahl der Ukrainer:innen, die zupacken wollen, ist unglaublich hoch. Bewegend ist auch die große Hilfsbereitschaft Geflüchteter aus dem arabischen Raum.

U wie Unerwartetes Medieninteresse

Nie hätten wir damit gerechnet, dass so viele Medien über unser Projekt berichten wollen: von diversen ORF-Sendungen über „Standard“, „Falter“ und „Zeit“ bis hin zum tschechischen Rundfunk und zu mehreren Formaten der Erzdiözese Wien. Wir versuchen, diese Plattformen für inhaltliche Botschaften zu nützen. Einen Überblick über die Berichtet findet man >>>hier…

V wie Viele Sachspenden

Bei unserer Sammlung kommt eine riesengroße Menge an Lebensmitteln und Hygieneartikeln zusammen. Auf jeden weiteren Aufruf hin bekommen wir alles, was fehlt, blitzartig geliefert. Schulen bieten Sammlungen an, Unternehmen stellen ihre Waren zur Verfügung.

W wie Wohlfühlort für Menschen, die`s schwer haben

Besonders über ukrainische Ehrenamtliche hören wir, dass sich unsere Gäste trotz des überschaubaren Komforts dank der herzlichen Betreuung durch so viele Menschen wirklich wohl fühlen. Auch nach ihrem Auszug kommen uns Gäste besuchen, weil es ihnen so gut gefallen hat. „Ihr behandelt uns als Menschen“ ist eine schöne Rückmeldung.

Z wie Zusammen schaffen wir jede Herausforderung!

Das hat dieses Projekt einmal mehr bestätigt! Und deshalb packen wir gleich nach Ende des Notquartiers neue Initiativen an, mit denen wir die Welt für ukrainische Geflüchtete und andere gemeinsam zu einem besseren Ort machen wollen. Sag uns deine Ideen, mach mit und melde dich: frieda@franzvonsales.at!

Alex Gotsmy

Fotograf:innen: Azhar Algraishi, Michaela Ritter, Sissi Gotsmy-Kraft, Axel Gotsmy

10 Jahre Zusammenwachsen der Pfarre Franz von Sales

Zum zehnten Geburtstag feierte die Pfarre Franz von Sales ihr lebendiges Zusammenwachsen und die Vielfalt ihrer drei Teilgemeinden in Wien.

„Die Pfarre gibt es doch schon viel länger“ – das meinten viele derer, die zum großen Geburtstagsfest am 25.1.2026 eingeladen waren. Und tatsächlich: die drei Teilgemeinden der Pfarre Franz von Sales bestehen schon viele Jahrzehnte. Die Pfarre lebt auch weiterhin im Kaasgraben, in Glanzing und in der Krim, und zwar mit durchaus unterschiedlichen Schwerpunkten. Das ist so gewollt und soll erhalten bleiben! Zusätzlich hält die Pfarre als gemeinsames Dach alle, die sich den Teilgemeinden zugehörig fühlen, zusammen – und diese verbindende Einheit wurde am 1.1.2016 formal ins Leben gerufen.

Das Gemeinsame im Mittelpunkt

Beim Geburtstagsfest, das nicht zufällig mit dem Fest des Pfarrpatrons zusammenfiel, stand dieses Gemeinsame im Mittelpunkt. Die beschwingte Festmesse vermittelte auf kreative Weise eine klare und wohltuende Botschaft: Gott sagt „Ich bin da. Ich bin bei dir. Und ich liebe dich.“ Darum ging es Franz von Sales, darum geht es auch der Pfarre, die sich auf ihn beruft.

Anschließend an die Messe gab es im festlich dekorierten Grätzlzentrum Frieda Krim ein buntes Buffet mit köstlichen Speisen und ein umfangreiches Programm, an dem bis in den Nachmittag hinein eine große Zahl fröhlich feiernder Menschen teilnahm. Die Kleineren freuten sich über das Kasperltheater, über ein vielfältiges Spieleprogramm und über Lego-Großmodellen zum Angreifen (darunter als Highlight ein detailreicher Nachbau der Krim-Kirche). Für die Größeren gab es eine Ausstellung aus dem Pfarrarchiv, musikalische Kostproben des Pfarrkindergartens und des Pfarr-Musicals sowie eine „Pfarrer-Talkshow“ mit Erinnerungen und Bonmots. Abgerundet wurde das Fest mit einer großen Geburtstagstorte und einem Lagerfeuer samt den dazugehörigen Liedern.

Aus „Pfarre neu“ wird „Pfarre Franz von Sales“

Aber wie kam es eigentlich zu dieser Pfarre? Bereits 2002 begann der Prozess des Zusammenwachsens. Lange, bevor die Erzdiözese Wien das Projekt „Pfarre neu“ ins Leben rief, stießen die Oblaten des heiligen Franz von Sales“ die „Pfarrpastoral Neu“ an. Es war ein Glücksfall, dass die Ordensgemeinschaft alle drei Teilgemeinden seelsorglich begleitete und im Gebiet auch durch die hier angesiedelte Provinzleitung stark verwurzelt war. Was als zartes Pflänzchen mit niederschwelligem Kennenlernen und einer ersten gemeinsamen Fronleichnamsfeier begann, nahm im Laufe der Jahre massiv an Fahrt auf und mündete schließlich am 1.1.2016 in die Pfarrgründung. Die gute und friktionsarme gemeinsame Entwicklung wurde durch die salesianische Spiritualität gefördert, mit der die Ordenspriester die ganze Pfarre stark prägten. Außerdem fielen die Widerstände wohl auch deshalb sehr gering aus, weil der Prozess „von unten“ gestartet wurde, sodass die drei damaligen Pfarren schließlich in Eigeninitiative die Gründung der gemeinsamen Pfarre beantragten.

Rund um diesen Startpunkt entstand eine starke Dynamik: ein gemeinsames Pfarrbüro, gemeinsame Pfarrmedien, Sakramentenpastoral, Gremien, diverse Feste, das ganz neu erfundene Pfarrleben während der Corona-Lockdowns – und persönliche Freundschaften, die das Bild abrundeten. Gemeinsam konnten viele pastorale und caritative Innovationen umgesetzt sowie Kirchen und Gemeindezentren saniert werden. Projekte wie die EMAS-Umweltzertifizierung, das a+o-Prädikat für eine queersensible Pfarre oder die Lichtinsel drücken das starke Bestreben aus, als Kirche vor Ort für alle Menschen da zu sein. Aufgrund des guten Zusammenspiels war es möglich, den Pfarrkindergarten in Glanzing auszubauen und gleichzeitig jenen in der Krim zu schließen, um auf den freigewordenen Flächen sowie im in die Jahre gekommenen Pfarrheim das „Grätzlzentrum Frieda Krim“ einzurichten. Dieses bietet seit Jänner 2023 ausgezeichnete Möglichkeiten für das klassische Pfarrleben, für vielfältige caritative Tätigkeiten und für zahlreiche neue, niederschwellige Angebote, die stark nachgefragt werden. Dem Namen entsprechend entstand ein wirkliches Zentrum des Grätzls.

Dass in den 10 Jahren nicht alles gelungen ist, dass manche ursprüngliche Pläne nachjustiert oder begraben werden mussten, liegt in der Natur der Sache. In Summe ist das Projekt jedoch mehr als gut gelungen und eine überaus lebendige und innovationsfreudige Pfarre entstanden. Daher konnte aus ganzem Herzen gefeiert werden: ad multos annos!

Alex Gotsmy

Unser Archivar Gregor Pozniak stellte für das Fest eine Präsentation der unterschiedlichsten Ereignisse der letzten Jahre zusammen:

Franz von Sales Fest und 10 Jahre Pfarre Franz von Sales

Am Sonntag, 25. Jänner 2026, feierte die Pfarre Franz von Sales ihren Pfarrpatron, den heiligen Franz von Sales, und ihr 10-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Hauptzelebrant und Festprediger war Pater Josef Költringer, Provinzial der deutschsprachigen Provinz der Oblaten des heiligen Franz von Sales, die in der Pfarre Franz von Sales als Seelsorger wirken. Hier ist seine Predigt:

Weil Gott für uns da ist und uns liebt

Viele von uns Oblaten laden am Beginn eines Gottesdienstes ein, kurz still zu werden, um Gottes Gegenwart zu erahnen. Diese Einladung beschreibt das Herzstück der salesianischen Theologie: Gott ist und war immer mit den Menschen.

Man sagt, das Universum ist vor ungefähr 14 Milliarden Jahren entstanden. Geschaffen durch Gott, der den Namen „Jahwe“ hat: „Ich bin da.“ Die Entwicklung, die Entstehung von uns Menschen war eigentlich ein langer Prozess, denn uns gibt es erst seit ca. 300.000 Jahren. Wenn man sich vorstellt, dass 14 Milliarden Jahre eine Länge von 1 Kilometer hat, dann wären 300.000 Jahre ca. 2 cm davon. So lange gibt es uns Menschen also noch nicht.

Aber wir sind wichtig. Meinen wir. Wir nennen uns sogar die Krönung der Schöpfung. Seit 300.000 Jahren können wir sprechen, denken, rechnen, lieben, hoffen, … und viel Unsinn machen. Wir klagen, wir fragen, wir beten, wir bitten, danken, … Wir Menschen führen seit Beginn Krieg, wir streiten, spielen, leiden, feiern, fasten, … Und wir rufen zu Gott, der scheinbar schweigt, weil er unser Leid nicht lindert, den Krieg nicht beendet …

Zehn Jahre Pfarrei Franz von Sales – eine junge Geschichte, aber für uns alle hier keine unbedeutende. Denn in diesen zehn Jahren wurde viel gearbeitet, geholfen und gezweifelt, gefeiert und getrauert, gehofft und gerungen. … Und zu Gott gebetet, der scheinbar so oft auf unsere wichtigen Anliegen keine Antwort gibt.

Kein Wunder, dass sich Menschen selbst Götter schaffen, die dann konkrete Antworten geben. Kein Wunder, dass man sich in Unsicherheit, in Leid und Not sich jemanden wünscht, der Antwort gibt, der mir die Unsicherheit nimmt, der Klarheit schafft, … Kein Wunder, dass Menschen Autoritäten folgen, die versprechen, die komplexe Welt zu erklären und ihre Probleme schnell zu lösen. Sogar Wissenschaft kann ein Gott werden, Konsum, Wohlstand, irgendwelche charismatischen Führer. Sie alle können zu Göttern werden.

Wir vergessen, dass Gott zumindest einmal konkret geantwortet hat auf all unsere Fragen und Klagen. Vor ca. 3.500 Jahren. Im brennenden Dornbusch. Gott sagt drei Worte: „Ich bin da“, die letztlich alles verändern: Ihr sucht, ihr wollt Antworten: „Ich bin da.“ Ihr leidet und verzweifelt: „Ich bin da.“ Ihr klagt und habt Angst; vergesst nicht: „Ich bin da.“

1.500 Jahre später wird dieses „Ich bin da“ an Weihnachten noch einmal wiederholt, etwas verändert und mit einem Satz ergänzt: „Ich bin bei dir. Und ich liebe Dich.“

Das ist unser Glauben. Das ist die Botschaft unseres Pfarrpatrons, des hl. Franz von Sales. Das ist das Geheimnis einer christlichen Gemeinde. Wir glauben, dass Gott bei den Menschen ist und, dass Gott die Menschen liebt. Evangelisch oder katholisch. Egal, ob wir oben in der Kirche zusammen sind oder unten in der Frieda, im Kaasgraben oder in Glanzing, beim Beten oder beim Kochen, beim Theaterspielen oder beim Basteln: Gott hat versprochen: „Ich bin da. Ich bin bei dir. Und ich liebe Dich.“

Ich erinnere mich an eine Diözesansynode, an der ich vor etwa fünfzehn Jahren in Deutschland teilgenommen habe. Wir wurden in kleine Gruppen aufgeteilt, und jeder Gruppe wurde die Frage gestellt: Was ist die Botschaft der Kirche heute für die Welt? Was ist unsere Hauptaufgabe, auch in den Pfarren?

Die Gruppen kehrten mit ihren Antworten zurück, und jede einzelne schlug etwas Wichtiges vor:

Von Gerechtigkeit war die Rede! Barmherziger sein. Die Fremden aufnehmen. Modernere Gottesdienste feiern. Andere Sprache bei den Gottesdiensten verwenden. Mehr beten. Für den Frieden arbeiten. Mehr lieben. … All diese Vorschläge sind gut und wichtig.

Doch keine der Gruppen hatte den Mut zu sagen: Menschen brauchen in dieser Zeit nicht Programme und Aufträge, sondern Mitgefühl und Nähe. Wir müssen den Menschen sagen und ihnen durch unser Tun zeigen, dass wir an einen Gott glauben, der da ist, der mit uns ist und der uns liebt. Alles andere folgt.

Ich kann mich an die ersten Monate in Indien erinnern, in der Fremde und unter Fremden. Da kam ich in Kerala an Weihnachten in eine katholische Kirche, die in so vielem anders aussah, als ich die Kirchen bei uns gewohnt war. Und dann die fremde Sprache und die so ganz anderen Gesänge. Aber auf einmal merkte ich, worauf es ankommt: Fremd im Gebäude, fremd in der Sprache und Kultur, aber daheim im gleichen Glauben.

Ich weiß, dass dies sogar hier bei uns eine Herausforderung ist. Einige fühlen sich fremd in der Krim, andere in Glanzing oder im Kaasgraben. Aber denkt daran: Es geht um unseren gemeinsamen Glauben an den uns liebenden, nahen Gott. Fremd in der Kirche, daheim im Glauben.

Beim jährlichen Weihnachtstreffen meiner Geschwister kamen wir auf unsere Kleiderschränke zu sprechen. Einer meiner Brüder gestand, dass er jeden Morgen vor dem Kleiderschrank steht und lieber das alte, abgetragene Hemd anziehen würde statt dem danebenliegenden neuen Hemd, wenn nicht seine Frau wäre. Grundsätzlich gilt wahrscheinlich: Wir lieben das Bewährte. Die Kirche, in der wir getauft wurden. Den Gottesdienst um die ewig gleiche Zeit. Die Kirchenbank, in der schon Oma saß. Und das ist gut so! Tradition ist wie ein Anker – sie gibt uns Halt, wenn’s stürmt.

„Offen und lebendig“ sein heißt nicht, alles über Bord zu werfen. Es heißt: Das alte Hemd behalten UND das neue Hemd anziehen. Die Tradition bewahren UND Raum schaffen für das Neue. Beides geht. Beides gehört zusammen. Denn ein salesianisch geprägter Mensch geht über Grenzen hinweg – über all die Grenzen, die ohnehin nur in unseren Köpfen existieren. Der sieht nicht zuerst das Fremde, sondern das Gemeinsame. Der weiß, dass wir irgendwie alle zusammengehören. Liebe ist für Franz von Sales grenzenlos, unendlich, allmächtig. Sie hält das Alte und umarmt das Neue. Sie bewahrt und öffnet zugleich. Deshalb nennen wir die Liebe auch Gott.

Euer Pfarrmotto lautet: „Offen & lebendig – Bewährtes achten & Neues wagen – wir tun gut“.

Warum? Weil wir wissen und einander immer wieder erinnern, dass Gott mit uns ist und uns liebt.